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Klinikum etabliert Neuromedizinisches Zentrum auf universitärem Niveau

Dr. Fritz Brickwedde, Prof. Dr. Tobias Warnecke, Prof. Dr. Dieter Lüttje, Privat-Dozent Dr. Christoph Kellinghaus, Frans Blok, Prof. Dr. Rainer Dziewas, Rudolf Küster, Prof. Dr. Walter Stummer

Das Klinikum Osnabrück stellt sich im Bereich der Neuromedizin neu auf – International anerkannte Experten verstärken die Chefarztriege.

Der Aufsichtsrat der Klinikum Osnabrück GmbH hat in seiner letzten Sitzung die Gründung eines Neuromedizinischen Zentrums auf universitärem Niveau am Klinikum Osnabrück beschlossen. Das Neuromedizinische Zentrum wird sich aus einer Sektion und 3 Spezialkliniken für neurologische Erkrankungen zusammensetzen, um der zunehmenden fachlichen Spezialanforderungen innerhalb der Neurologie gerecht zu werden. Das Leitungsteam besteht aus international anerkannten Experten.

Mit Prof. Dr. Rainer Dziewas konnte bereits im vergangenen Jahr ein ausgewiesener Experte für Schlaganfallversorgung, Schluckstörungen, neurovaskuläre Erkrankungen und die neurologische Intensivmedizin für das Klinikum gewonnen werden. Seit Oktober 2020 leitet Prof. Dziewas gemeinsam mit Prof. Dr. Florian Stögbauer die Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation. Zukünftig wird die Klinik innerhalb des Zentrums für Neuromedizin geführt. 

Neben Prof. Dziewas wird mit Zentrumsgründung Prof. Dr. Tobias Warnecke den Bereich der Bewegungsstörungen, Demenzen und andere neurodegenerative Erkrankungen als Chefarzt leiten und das Parkinsonnetz Osnabrücker Land ausbauen. Prof. Warnecke besitzt international anerkannte wissenschaftliche Expertise auf dem Fachgebiet der Parkinson-Syndrome, Bewegungsstörungen, neurogenen Dysphagie sowie Neurogastroenterologie.  Warnecke verfügt über eine mehrjährige Erfahrung in Leitungspositionen und eine damit einhergehende Führungs- und Ausbildungserfahrung sowie eine mehrjährige universitäre Lehrtätigkeit am Universitätsklinikum in Münster.

Als weiterer neuer Chefarzt wird Priv.-Doz. Dr. Christoph Kellinghaus innerhalb des Neuromedizinischen Zentrums die allgemeine Neurologie und die ambulanten neurologischen Einrichtungen (Medizinisches Zentrum für Erwachsene mit Behinderung und das Medizinische Versorgungszentrum) steuern. Darüber hinaus leitet Kellinghaus das Epilepsiezentrum Münster-Osnabrück. Kellinghaus ist bereits seit 2007 im Klinikum in leitender Position tätig.

Der Leitende Arzt, Dr. Philipp Küpper, wird die Bereiche Neurologische Frührehabilitation und Rehabilitation sowie das Management und Controlling des Zentrums übernehmen. Küpper ist seit 2005 als Arzt im Klinikum tätig; 2014 wurde er Oberarzt. Die Berufung zum Leitenden Arzt erfolgte im Jahr 2018.  

Prof. Dr. Florian Stögbauer, der seit dem Jahr 2005 als Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation verantwortlich ist, wird mit Gründung des Neuromedizinischen Zentrums und Antritt von Prof. Warnecke in beratender Funktion für das Neuromedizinische Zentrum tätig sein, die neurologische Privatambulanz weiterführen und weiterhin die Medizinstrategie im Klinikum Osnabrück leiten. 

Die überregionale Bedeutung der Akut-Neuromedizin am Klinikum Finkenhügel führt neben der Zuweisung von vielen Schlaganfallerkrankten auch immer häufiger zur Aufnahme von Patienten und Patientinnen mit Hirntumoren und anderen akuten Hirnerkrankungen, die wegen einer bedrohlichen Druckentwicklung im Schädelinnenraum oder wegen der Gefährdung wichtiger Hirnfunktionen einer dringlichen Operation durch den Neurochirurgen bedürfen. Aus diesem Grund wird die Klinik für Neurochirurgie ab dem 1. Juli 2021 von Univ.-Prof. Dr. Dr. Walter Stummer chefärztlich geleitet und die Patientenversorgung auf universitärem Niveau fortgeführt. Prof. Stummer ist seit dem Jahr 2009 Direktor der Neurochirurgie am Universitätsklinikum Münster (UKM) und wirdzukünftig zusätzlich im Klinikum Osnabrück tätig sein. 

„Der Aufsichtsrat der Klinikum Osnabrück GmbH ist davon überzeugt, dass die Gründung des Neuromedizinischen Zentrums am Klinikum eine strategisch wichtige Entscheidung ist, um den stetig steigenden Behandlungsansprüchen bei neurologischen Erkrankungen gerecht zu werden“, sagt  Aufsichtsratschef Dr. Fritz Brickwedde.

Auch die Klinikums-Geschäftsführer Frans Blok und Rudolf Küster betonen, dass die Patientenversorgung auf universitärem Niveau von immenser Bedeutung für das Klinikum ist. „Wir sind stolz, dass wir international renommierte Experten für unser Krankenhaus gewinnen konnten. Gleichzeitig freuen wir uns, dass wir mit allen Chefärzten eine Organisationsstruktur im Neuromedizinischen Zentrum aufbauen können, die zukunftsweisend ist“, so Blok und Küster in einem gemeinsamen Statement. 

Anfang 2019 wurde die Schlaganfalleinheit am Klinikum Osnabrück vom Landesministerium als spezialisiertes Zentrum ausgezeichnet (nur 3 in ganz Niedersachsen). Das Klinikum verfügt über das höchste Zertifikat der Deutschen Schlaganfallgesellschaft und zählt deutschlandweit zu den größten Zentren dieser Art. 

 


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Silvia Kerst 
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