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UNFALLCHIRURGIE

Unfallchirurgie – Ein Beinbruch ist kein Beinbruch!

Vor 80 Jahren hatte der Spruch „Hals und Beinbruch“ noch seine ursprüngliche Bedeutung: Nach einem Beinbruch war die Sterblichkeit hoch und über 60% der Verletzten waren danach Invaliden.

Ein Meilenstein der modernen Unfallchirurgie war die Gründung der Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen (AO) 1958. Es konnte gezeigt werden, dass mit einer Operation oftmals ein besseres Ergebnis für den Patienten erzielt werden kann, als nur mit dem Gips. Eine Revolution in der Behandlung des Knochenbruchs.

Darüber hinaus ist die Partnerschaft der Unfallchirurgen mit der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung, welche auf Otto von Bismarck zurückgeht und eine einzigartige Fürsorge für Patienten nach Arbeitsunfällen bietet, hervorzuheben.

Stetige Verbesserung durch Innovation und Standardisierung ist die Grundmaxime des unfallchirurgischen Denkens. In dieser Gesinnung wurde 1993 das TraumaRegister DGU® gegründet. Es untersucht die Verläufe von Schwerstverletzten (Polytraumen), um die Schwerverletztenversorgung weiter zu optimieren. Im Jahr 2006 wurde im Weißbuch der Schwerstverletztenversorgung sodann die Zertifizierung aller Trauma-Kliniken in Deutschland und der Zusammenschluss dieser TraumaZentren DGU® zu TraumaNetzwerken DGU® gefordert.

Damit ein Beinbruch kein Beinbruch bleibt, ist die Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des OZMC in diesen Traditionen und Innovationen eingebettet und bietet Ihnen eine Versorgung auf höchstem, auf universitärem Niveau.

Die Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des OZMC ist als Überregionales TraumaZetnrum zertifiziert im TraumaNeztwerk Süd-West Niedersachsen und von den Berufsgenossenschaften zum Verletztenartenverfahren (VAV) zugelassen.

Faszination Unfallchirurgie

Der Unfallchirurg ist der Arzt, den der Patient nicht geplant aufsucht. Am Morgen wissen die Menschen noch nicht, dass Sie abends unsere Patienten sein werden. Dazwischen liegt der Unfall – ein Trauma, welches nicht nur den Körper schädigt, sondern auch die Seele und oftmals deutliche Auswirkungen auf die Lebensumstände des Patienten für mehrere Wochen oder gar Monate hat.
Umso entscheidender ist, dass der Unfallchirurg allzeit bereit ist, jede Verletzung des Bewegungsapparates sicher und mit höchster Expertise zu versorgen um hierdurch die bestmögliche Ergebnisqualität für seine Patienten zu garantieren.
Daneben muss der Unfallchirurg ein offenes Ohr haben für die Nöte und Sorgen seiner Patienten („…wie geht es denn jetzt weiter?“) und auch ehrlich sein, wenn die Verletzung so schwerwiegend war, dass zu befürchten ist, dass auch nach der bestmöglichsten Behandlung noch Beschwerden bleiben werden.
 

Und was ist mit der Faszination?

Die Versorgung der Brüche und der Weichteilverletzungen ist die tiefe Leidenschaft des Unfallchirurgen.  Wenn ein Knochen zertrümmert ist und dieser durch die Operationskunst wieder zusammengesetzt werden kann, so dass er wieder funktionstüchtig ist und der Patient wieder in sein Leben zurückkehren kann, dann ist es die Faszination Unfallchirurgie.
Und die Passion ist die Versorgung der Schwerstverletzten (Polytraumata): Wenn es um Sekunden geht, der Mensch zwischen Leben und Tod schwebt, es gelingt, den Patienten zu retten und wieder herzustellen.
 

Aber dies kann der Unfallchirurg aber nicht alleine:

Nur im Team, welches so trainiert und engagiert sein muss, wie eine Boxencrew in der Formel 1, kann diese Leistung erbracht werden. Am Klinikum Osnabrück erwartet den schwerstverletzten Patienten im Schockraum zusammen mit dem Unfallchirurgen eben so ein Team aus erfahrenen Spezialisten:

Der Anästhesist, der im Schockraum nicht nur für die Schmerzminimierung bzw. die Narkose zuständig ist, sondern vor allem den Kreislauf des Patienten aufrecht erhält und, in Kombination mit der Kunst der richtigen Beatmung, für das primäre Überleben des Patienten sorgt.

Der Radiologe, der mit seinem geschulten Auge in sekundenschnelle aus der Bildgebung die richtigen Diagnosen herausliest und die Basis für das gesamte weitere Procedere darstellt und selbst auch bestimmte Blutungen minimalinvasiv in der Angiographie therapieren kann.

Der Neurochirurg, der bei Verletzungen des Gehirns nicht nur das Überleben des Patienten sichert sondern vielmehr den Patienten selbst erhält.

Der Viszeralchirurg, der sich um die schweren Blutungen von Leber und Milz kümmert und Verletzungen des Verdauungstraktes schnell und sicher versorgt.

Nicht zu vergessen sind all die anderen Disziplinen, die benötigt werden, um ein Polytrauma umfassend zu therapieren: Thoraxchirurgie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Urologie, Gynäkologie u.v.m.

Die Behandlung eines Schwerstverletzten ist wie ein Orchester. Abgestimmt auf den jeweiligen Fall greifen alle Disziplinen ineinander, geben ihr Bestes um Ihr Bestes zu erreichen, wobei sowohl im Orchester als auch in der Polytraumaversorgung das Ganze mehr ist, als die Summe seiner Teile.

Ihre Unfallchirurgie am Klinikum Osnabrück kümmert sich mit Herz, höchster Expertise und mit den höchsten Versorgungsstandards um Sie bzw. Ihre Angehörigen.