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INFEKTIOLOGISCHES CENTRUM

Zu den Unterthemen

HERZLICH WILLKOMMEN IM INFEKTIOLOGISCHEN CENTRUM

Das Infektiologische Centrum besteht aus der HIV-Spezialambulanz und dem MVZ Infektiologie.

In der HIV Spezialambulanz behandeln wir Patienten mit HIV Infektion bzw. AIDS Erkrankung

Im MVZ Infektiologie behandeln wir Patienten mit z.B. folgenden Erkrankungen: Hepatitis B, Hepatitis C, Tuberkulose, Syphilis und andere Geschlechtskrankheiten, Fieber unklarer Genese, Erkrankungen nach Tropenaufenthalten (Malaria, Bilharziose, Typhus, Dengue etc.) 

Zusätzlich beraten wir zum Thema HIV und bieten HIV Präexpositionsprophylaxe (PreP) und Postexpositionsprophylaxe (PEP) an.

Ferner führen wir reisemedizinische Beratungen durch.

Kontakt

Geschäftszeiten:
Mo, Mi, Do 8 Uhr – 16 Uhr
Di 8 Uhr – 18 Uhr
Fr 8 Uhr – 14 Uhr
 

Telefonsprechzeiten:
Täglich: 13.00 – 13.30 Uhr
Mo, Mi, Do: 15.30 – 16.00 Uhr, Di: 17.30 – 18.00 Uhr

Anschrift:
Klinikum Osnabrück
Sedanstrasse 115
49090 Osnabrück

Telefon: 0541 405-3900
Telefax: 0541 405-3999
E-Mail: niels.schuebel@klinikum-os.de
aluessen@uos.destekrieg@uos.de
nkohstal@uos.de
Web: www.infektionsambulanz.de

 

 

 

 

 

Leistungen

HIV-SPEZIALAMBULANZ

Seit 1991 behandeln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Infektiologischen Centrums des Klinikums Osnabrück Patienten mit HIV-Infektionen bzw. AIDS-Erkrankungen. 

Die HIV-Ambulanz des Klinikums Osnabrück ist eine Spezialambulanz nach §116b. Damit wir sie behandeln können, benötigen wir daher jedes Quartal eine Überweisung von Ihrem Hausarzt (oder einem anderen niedergelassenen Arzt). 

Geschäftszeiten:
Mo, Mi, Do 8 Uhr – 16 Uhr
Di 8 Uhr – 18 Uhr
Fr 8 Uhr – 14 Uhr

 

Eine HIV Infektion ist heutzutage eine gut behandelbare Erkrankung. Dank moderner HIV Medikamente können HIV Infizierte inzwischen meist ein normales Leben führen und haben eine weitgehend normale Lebenserwartung. Zur Therapie können häufig Kombinationspräparate eingesetzt werden, so dass man oft nur noch 1 Tablette am Tag einnehmen muss. Ziel der Therapie ist die vollständige Unterdrückung der Vermehrung des HI-Virus. Dies erkennt man daran, dass unter Therapie die Virusmenge im Blut rasch abfällt und nach einigen Monaten unter der Nachweisgrenze liegt. Inzwischen weiß man, dass wenn die Viruslast über mindestens 6 Monate unter der Nachweisgrenze liegt, die infizierte Person nicht mehr infektiös ist („treatment as prevention“, „undetectable = untransmittable“). Ein weiterer wichtiger Parameter sind die CD4 Helferzellen des Immunsystems. Das HI-Virus vermehrt sich v.a. in diesen Zellen, die dadurch zerstört werden. Ohne Therapie werden diese Zellen immer weniger, es entsteht eine Immunschwäche, die im fortgeschrittenen Stadium zu einer Vielzahl an Komplikationen führen kann. Unter HIV Therapie steigen diese Zellen wieder an, das Immunsystem erholt sich wieder.

Zur Überwachung der Therapie ist es wichtig, dass regelmäßig alle 3 Monate Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. Neben der Anamnese (Gespräch) und einer körperlichen Untersuchung erfolgt eine Blutentnahme. Hierbei werden u.a. folgende Parameter kontrolliert: HIV Viruslast (PCR), Immunstatus, Blutbild, Leber-, Nieren- und Entzündungswerte. Zusätzlich werden in regelmäßigen Abständen auch Untersuchungen auf andere Infektionserkrankungen durchgeführt wie Syphilis, Hepatitis B und C. Ferner können wir EKG und Ultraschalluntersuchungen durchführen. Sollten weitere Untersuchungen notwendig sein, können diese i.d.R. zeitnah konsiliarisch in den anderen Abteilungen des Klinikums durchgeführt werden.

Wichtig ist auch die Überprüfung des Impfstatus. Bringen Sie daher gerne Ihren Impfausweis mit. 

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetseite der AIDS Hilfe: https://www.aidshilfe-osnabrueck.de

 

Leistungen HIV Ambulanz

Betreuung bei medikamentöser Therapie

Auch wenn die Diagnose “HIV-infiziert” für die meisten, die damit konfrontiert werden, nach wie vor einen Schock bedeutet, hat die Krankheit doch mit den Jahren viel von ihrem Schreckenscharakter verloren.

Verantwortlich dafür sind vor allem die zur Verfügung stehenden HIV-Medikamente, die antiretrovirale Therapie (ART). Diese wird heutzutage standardmäßig als Dreifachkombination eingesetzt. Die Fülle der zur Verfügung stehenden Präparate macht Mut. Ob jemand diese Behandlung benötigt, wird in den Untersuchungen bei der Erstvorstellung oder bei den regelmäßigen Kontrolluntersuchungen festgestellt. Ist eine Therapie notwendig, wird zunächst eine Blutentnahme durchgeführt, um ein so genanntes Primärresistogramm anzufertigen. Anhand der Ergebnisse wird die für den einzelnen Patienten maßgerechte medikamentöse Therapie zusammengestellt. Hiermit lässt sich in der Regel die Vermehrung des HI-Virus so effektiv unterdrücken, dass es im Blut nicht mehr nachweisbar ist.

Es ist äußerst wichtig, den Fortgang der Infektion und ihrer Therapie regelmäßig, d.h. in vierteljährlichen Abständen, zu kontrollieren. Nebenwirkungen oder ein Therapieversagen aufgrund von Resistenzen werden so rechtzeitig erkannt und es kann frühzeitig darauf reagiert werden.

Der “Komplettcheck”

In der Infektionsambulanz im Klinikum Osnabrück kommen die HIV-relevanten Untersuchungen quasi “aus einer Hand”, das heißt, es bestehen zahlreiche Möglichkeiten zur internistischen Diagnostik, vom EKG über den Ultraschall und die Lungenfunktionsprüfung bis hin zur Langzeitblutdruckmessung.

Die Patienten sollten sich einmal pro Quartal zur Routineuntersuchung vorstellen. Hierbei wird neben den Routine-Labor-Parametern wie Blutbild, Leber-, Nieren- und Entzündungswerten v.a. der Immunstatus und die HIV-Viruslast bestimmt. In regelmäßigen Abständen werden zudem Blutuntersuchungen auf weitere Infektionserkrankungen wie Hepatitis und Syphilis durchgeführt.

Medikamentenstudien

Ein weiterer wichtiger Aspekt in der HIV-bezogenen Leistung ist der Zugang zu Medikamentenstudien, da oftmals für therapieerfahrene Patienten die neuen, noch nicht zugelassenen Medikamente die einzige Option zur Erhaltung der Gesundheit darstellen. Auch in dieser Hinsicht machen wir uns für Sie stark: Der frühe Zugang zu im Zulassungsverfahren befindlichen Medikamenten ist genauso möglich wie die Teilnahme an “echten” Medikamentenprüfungen mit neuen viel versprechenden Substanzen.

Die Durchführung der Studien richtet sich dabei streng nach internationalen Regeln (GCP/ICH).

Die Einwilligung zur Teilnahme an Studien und Kohortendokumentationen ist immer freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden.

MVZ INFEKTIOLOGIE
  • Im MVZ Infektiologie behandeln wir Patienten mit z.B. folgenden Erkrankungen: Hepatitis B, Hepatitis C, Tuberkulose, Syphilis und andere Geschlechtskrankheiten, Fieber unklarer Genese, Erkrankungen nach Tropenaufenthalten (Durchfall, Malaria, Bilharziose, Typhus, Dengue etc.) 
  • Zusätzlich beraten wir zum Thema HIV und bieten HIV Präexpositionsprophylaxe (PreP) und Postexpositionsprophylaxe (PEP) an.
  • Ferner führen wir reisemedizinische Beratungen durch.
  • Für Personen, die einen Freiwilligendienst mit „weltwärts“ absolviert haben, bieten wir als Privatleistung eine Rückkehreruntersuchung an.

 

HIV Präexpositionsprophylaxe (PreP)

Seit 2019 ist die HIV PreP eine Kassenleistung. Als PreP wird eine Kombinationstablette eingesetzt mit den beiden gegen HIV wirksamen Substanzen Tenofovir und Emtricitabin (früher als Truvada® bekannt). Wichtig ist, dass der Einsatz von PreP ärztlich begleitet wird. Vor Start der PreP muss eine HIV Infektion sicher ausgeschlossen werden. Da das Medikament manchmal Nierenprobleme verursachen kann, muss vor und während der PreP regelmäßig die Nierenwerte kontrolliert werden. Zusätzlich werden Blutuntersuchungen auf die sexuell übertragbare Erkrankungen Syphilis, Hepatitis B und C durchgeführt. Ferner sind Abstrichuntersuchungen auf Chlamydien und Gonokokken (Tripper) möglich.  

Wenn Sie an einer PreP interessiert sind, können Sie einen Termin bei uns vereinbaren. Wir werden Sie ausführlich beraten und alle notwendigen Untersuchungen durchführen. Nach Start der PreP erfolgt sie erste Kontrolle nach 4 Wochen, danach alle 3 Monate. Bringen sie bitte Ihren Impfausweis mit. Neben den normalen Routine Impfungen, sollten Sie auch gegen Hepatitis A und B geimpft sein. Notwendige Impfungen können hier durchgeführt werden.

REISEMEDIZINISCHE BERATUNG

Urlaub und Reisen hat in der Regel einen positiven Einfluss auf die Gesundheit. Durch Einhaltung bestimmter Verhaltensregeln, durch Impfungen und Malariaprophylaxe lassen sich viele Infektionserkrankungen vermeiden. Sie sollten sich daher möglichst 6-8 Wochen vor Reisebeginn reisemedizinisch beraten lassen. Aber auch bei last-minute Reisen kann eine Beratung kurz vor Abreise noch sinnvoll sein. Eine individuelle Beratung berücksichtigt neben dem Reiseland bzw. der Reiseroute, die Reisezeit, die Reiseart (Rucksackreise, Pauschalreise etc.), das Alter und den Gesundheitszustand des Reisenden. Notwendige Impfungen können direkt nach der Beratung durchgeführt werden.  Wir besitzen auch die Ermächtigung zur Durchführung von Gelbfieberimpfungen.

Vor jedem Termin sollten Sie den „Anmeldungs- und Beratungsbogen“ ausfüllen.

Bringen Sie zu Ihrem Beratungstermin Ihren Impfausweis mit.

Eine Reiseberatung ist keine Kassenleistung und muss daher privat abgerechnet werden. Viele Krankenkassen erstatten aber die Ausgaben für Impfungen und Malariaprophylaxe. 

Falls Sie sich im Internet informieren möchten, können wir folgende Seite empfehlen:  www.crm.de 

Informationen zur Sicherheitslage in Ihrem Reiseland und offizielle Reisewarnungen können Sie unter www.auswaertiges-amt.de erhalten.

Vor der Reise sollten Sie sicherstellen, dass ein ausreichender Versicherungsschutz besteht. Dieser sollte möglichst auch eine Rückholversicherung einschließen, da andernfalls hohe Kosten auf Sie zukommen können. Bei bestimmten Aktivitäten (Tauchen, Trekking etc.) ist evtl. ein gesonderter Versicherungsschutz notwendig.

Weitere Informationen finden Sie in den Dokumenten. 

Team

Ärztlicher Dienst
Dr. Niels Schübel

Oberarzt
Facharzt Innere Medizin,
Zusatzbezeichnung Infektiologie
Infektiologe (DGI)
Schwerpunkt HIV-Medizin (DAIG & dagnä)
Diplom Tropenmedizin (BNI)
Zertifikat Reisemedizin (DTG)
Assoziierter Arzt der Deutschen Leberstiftung

Lebenslauf

Telefon: 0541 405-3900
E-Mail: niels.schuebel@klinikum-os.de

Dr. Christiane Berning

Oberärztin
Fachärztin für Innere Medizin/Gastroenterologie
Infektiologin
Zertifikat Reisemedizin (DTG)
Antibiotic Stewardship-Expertin (DGI)

Telefon:  0541 405-3900
E-Mail: christiane.berning@klinikum-os.de