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Verpflichtende externe Qualitätssicherung der stationären Leistungen

Die Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL) des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) sieht vor, dass sich alle Krankenhäuser in Deutschland verpflichtend der externen Qualitätssicherung stellen müssen.

Derzeit werden 30 stationäre Leistungsbereiche über die externe stationäre Qualitätssicherung abgedeckt, u.a. gynäkologische Operationen, Herzschrittmacher und Defibrillatoren sowie Knie- und Hüftendoprothesenversorgung. Das entspricht etwa 25 Prozent aller Krankenhausbehandlungen. Anhand von 351 Indikatoren – davon sind ca. 50 Prozent Indikatoren der Ergebnisqualität – werten offizielle Stellen aus, wie hochwertig die Behandlungsqualität in den Kliniken ist.
Um erkennen zu können, wo gute Qualität aufhört und schlechte Qualität beginnt, wurden Referenzbereiche für die meisten Qualitätsindikatoren entwickelt. Es handelt sich dabei meist um fachlich hergeleitete Schwellenwerte, die sich aus wissenschaftlichen Untersuchungen ergeben. Das ausgewertete Ergebnis eines Krankenhauses liegt entweder innerhalb des definierten Referenzbereichs und ist damit akzeptabel oder aber es liegt unterhalb des Schwellenwerts und gilt damit als „rechnerisch auffällig“.

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen können zum Beispiel in den Portalen der Krankenkassen abgerufen werden.

Hier finden Sie ein Merkblatt, das für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten gilt, bei denen folgende
Behandlungen durchgeführt werden

  • eine Herzschrittmacheroperation oder
  • Versorgung mit einem implantierbaren Defibrillator oder
  • eine Hüftendoprothesenoperation oder
  • eine Knieendoprothesenoperation oder
  • für Patientinnen auf einer geburtshilflichen Station und
  • für Eltern, deren Kind auf einer Station für Neu- oder Frühgeborene behandelt wird.