A + A+ A++

SCHRIFTGRÖSSE ÄNDERN

Zum Ändern der Schriftgröße verwenden Sie bitte die Funktionalität Ihres Browsers. Die Tastatur-Kurzbefehle lauten folgendermaßen:

  • [Strg] - [+] Schrift vergrößern
  • [Strg] - [-] Schrift verkleinern
  • [Strg] - [0] Schriftgröße Zurücksetzen

„Tierische Freunde“: Fritz-Wolf-Ausstellung im Klinikum Osnabrück

Bild: Silvia Kerst, Marcus Wolf Fotograf: Jens Lintel

Nicht nur eine Binsenweisheit, dass Lachen gesund ist – sondern es gibt zahlreiche wissenschaftliche Belege dafür, dass selbst von kleinem und sogar aufgesetztem Lächeln eine günstige Wirkung auf Körper und Geist ausgeht. In dem Sinn ist es besonders schön, dass die Ausstellung „Fritz Wolfs tierische Freunde“ jetzt einen neuen Platz im Klinikum Osnabrück gefunden hat. 

Nachdem die Fritz-Wolf-Gesellschaft und das Diözesanmuseum sie ursprünglich 2016 als besondere Gratulation zum 80. Geburtstag des Osnabrücker Zoos zusammengestellt hatten und sie dann im Affenhaus des Tierparks und etwas später noch im Forum am Dom zu sehen war, sind die „tierischen Freunde“ aus der Feder des Osnabrücker Karikaturisten Fritz Wolf (1918–2001) nun in der Galerie auf Ebene 0 des Krankenhauses zu sehen. Auf 19 Tafeln umfasst die Ausstellung viele farbige Einzelzeichnungen und Bilderfolgen des Karikaturisten. Neben den Bildern ist eine Informationstafel mit einem Überblick über das Leben und Wirken des weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannten Künstlers enthalten. 

Es wurde von Marcus Wolf, dem Vorsitzenden der Gesellschaft und Neffen des Künstlers, ermöglicht, dass die „tierischen Freunde“ nun in dem Krankenhaus auf dem Finkenhügel zu sehen sind. Von ihm wurde die Ausstellung für den Ort ausgesucht und er war auch mit am Transport und Aufbau beteiligt. „Ich freue mich sehr darüber, dass die Arbeiten meines Onkels im Klinikum zu sehen sind“, sagt Marcus Wolf. „Wir sind beim Aufhängen der Bilder mehrfach angesprochen worden, von Patientinnen und Patienten ebenso wie von Mitarbeitenden. Alle haben sich lobend über die heiteren Motive geäußert und viele haben auf Anhieb Fritz Wolf als Urheber erkannt.“ Es sei schön für ihn gewesen, dass diese Reaktionen auf die anhaltende große Bekanntheit von Fritz Wolf in Osnabrück schließen ließen. „Vor allem aber war es berührend für mich, dass Menschen in einem Krankenhaus innegehalten und sich über die Bilder gefreut haben. Ich glaube, dass auch mein Onkel das schön gefunden hätte.“ 

Von Silvia Kerst, Leiterin der Abteilung Marketing und Unternehmenskommunikation des Klinikums, kam der Impuls, eine Karikaturenausstellung von Fritz Wolf in dem Haus zu zeigen. „Es wurde von einem Mitarbeiter angeregt und wir fanden es besonders passend, zu einer neuen Ausstellung mit heiteren bzw. humorvollen Bildern kommen zu können – noch dazu von einem so bekannten Osnabrücker Künstler wie Fritz Wolf“, sagt Kerst. „Als Marcus Wolf auf unsere Anfrage die ,tierischen Freunde‘ vorgeschlagen hat, haben wir nicht lange überlegen müssen. Die Werke von Fritz Wolf zeigen eindrucksvoll, wie zeitlos gute Karikatur sein kann: pointiert, humorvoll und gesellschaftlich relevant. Die Ausstellung bietet die Gelegenheit, an einen Künstler zu erinnern, dessen Blick auf die Menschen und Tiere sowie ihre Zeit bis heute fasziniert. Wir bedanken uns sehr herzlich bei Marcus Wolf für die Realisierung.“ 

Kennern bzw. Freunden der Arbeiten des Karikaturisten können die Motive übrigens nicht nur aus den 2016 gezeigten Ausstellungen, sondern auch aus dem Fritz-Wolf-Kalender von vor zehn Jahren bekannt sein. Darin waren sie teils auch enthalten – nur lange nicht so groß, wie sie jetzt im Klinikum zu sehen sind. Aber ob es ein Wiedersehen ist oder nicht: Vor allem zeichnet es die Bilder aus, dass sie, obwohl sie mittlerweile alle viele Jahre alt sind, immer noch frappierend aktuell wirken. Sei es, dass sie sich mit Themen wie dem Klimawandel beschäftigen, die heute erst richtig brisant geworden sind, oder dass allzu Menschliches bzw. Tierisches aufs Korn genommen wird, das im Alltag zwischen Zweibeinern und (Haus-)Tier laufend vorkommt. 

Keinesfalls wirkt es überholt, jedenfalls, dass ein Eisbär zu sehen ist, dem es zu warm wird oder dass sich Wildschweine angesichts des vielen Mülls von Menschen im Wald fragen müssen, wer sich hier schweinisch aufführt. Oder dass drei Affen in freier Wildbahn vor lauter Safari-Touristen lieber nichts mehr hören, sagen und sehen wollen. 

Marcus Wolf, der in Ibbenbüren Physik und Bio an einem Gymnasium unterrichtet, ist besorgt, dass eine der neunteiligen Bilder-Serien nicht mehr verständlich sein könnte. Die Folge aus den „Bildern der Provinz“ mit dem Titel „Der Dank des Vaterlands“ erzählt die eindrückliche Geschichte eines Schimpansen, der von Menschen trainiert und schließlich ins Weltall geschickt wird. Nach seiner Rückkehr aus der Kapsel wird er zunächst aufmerksam untersucht und kehrt anschließend – wie im ersten Bild dargestellt – in seine vertraute Umgebung zurück.

Es war der Schimpanse Ham, der am 31. Januar 1961 in einer Mercury-Rakete ins All startete und diese Pioniermission trotz eines Druckabfalls sowie des Eindringens von Wasser bei der Landung unversehrt überstand. Ham lebte anschließend noch bis 1983 und gilt als Teil der frühen Raumfahrtgeschichte, die den Weg für spätere bemannte Missionen ebnete.

Die Ausstellung im Klinikum ist für Erkrankte, Besucherinnen und Besucher sowie Mitarbeitende des Hauses ständig frei zugänglich. Die weitere Terminplanung wird noch festgelegt.


PRESSEKONTAKT

Silvia Kerst 
Leitung Marketing/Kommunikation
Telefon: 0541- 405-5100 
Mobil:   0176 103 601 26 
E-Mail: silvia.kerst@klinikum-os.de 

Folgen Sie uns auch bei: