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Polytrauma aktuell

Am Samstag fand das jährliche trägerübergreifende interdisziplinäre Polytraumasymposium des Traumanetzwerk Süd-West-Niedersachsen im Klinikum Osnabrück statt.

Die Organisatoren, Priv.-Doz. Dr. Peter Teschendorf, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, Priv.-Doz. Dr. Jan Graßmann, Chefarzt der Klinik für Unfall- und Hand-chirurgie und Prof. Dr. Uwe Joosten, Chefarzt der Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Marienhospital, hatten dieses Jahr einen Schwerpunkt auf die Versorgung schwer verletzter alter Menschen und zukünftiger Strukturen des Rettungsdienstes gelegt. Ein besonderer Vortrag widmete sich dem humanitären Einsatz in einem Kriegsgebiet.

Einleitend bedankten sich Graßmann und Teschendorf herzlich für die seit 2012 bestehende hervorragende Zusammenarbeit mit Prof. Uwe Joosten, der dieses Jahr in den wohlverdienten Ruhestand gehen wird.

Vor knapp 50 Teilnehmenden wurde intensiv über die Möglichkeiten den stetig steigenden Zahlen verletzter betagter Menschen gerecht zu werden und eine Therapie, die möglichst schnell eine Wiederherstellung der körperlichen Integrität ermöglicht, diskutiert. Frau Dr. Wibke Brenneisen, Oberärztin und ärztliche Leitung Perioperative Altersmedizin am St. Franziskus-Hospital Münster betonte, dass vertraute Umgebung, Berücksichtigung von eingeschränkten Organfunktionen und eine gute Schmerztherapie, möglichst als Regionalanästhesie, um die Nebenwirkungen systemsicher Medikamente auf ein Minimum zu reduzieren, eine zentrale Rolle spielen.

Dr. Florian Reifferscheid, ärztlicher Leiter Notarztdienst der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, skizzierte wie wichtig Qualifikation und Personalmangel auch im Rettungsdienst sind. Adäquate Aus- und Fortbildung, belastbare Dienstplanung und eine angemessene Vergütung müssen erreicht werden, um das vorhandene motivierte Personal zu halten. In seiner Funktion als Vorsitzender des BAND (Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands) und Personalleiter der DRF betonte er, wie wichtig eine länderübergreifende Vernetzung im Hinblick auf eine zeitnahe und hochqualitative Patientenversorgung ist.

Dr. Michael Kinn, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Anästhesie, Intensiv-, Notfallmedizin und Schmerztherapie am Westpfalzklinikum Kaiserslautern und Projektleiter des Medical Intervention Cars (MIC) in Kaiserslautern, präsentierte wie groß die Herausforderung ist ein solches interdisziplinäres und interprofessionelles Projekt umzusetzen, konnte aber zeigen, dass auf dem Boden guter Kommunikation und intensiv durchgeführter gemeinsamer Fortbildungen daraus ein Erfolgskonzept werden kann.

Sehr beeindruckend und zugleich bedrückend waren die Eindrücke und Bilder, die Herr Hossam Hafez, Leitender Oberarzt der Klinik für Unfall- und Handchirurgie, von seinen beiden humanitären Einsätzen aus einem aktuellen Kriegsgebiet zeigte. Das Leid, welches durch kriegerische Auseinandersetzungen erzeugt wird, scheint unermesslich zu sein und die Frage des „Warum“ bleibt unbeantwortet.

Die Organisatoren zeigten sich sehr zufrieden über das Symposium, die intensiven Diskussionen und den kollegialen Austausch und freuen sich bereits auf das Symposium im nächsten Jahr.

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