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Neues Zentrum für Orthopädie, Sportmedizin und Unfallchirurgie

Mit vereinten Kräften: Priv.-Doz. Dr. Antonio Ernstberger (v. l.), Prof. Dr. Martin Engelhardt und Dr. Casper Grim (Foto: Jens Lintel).

Bewegung ist Leben – das gilt in frühen Jahren und ändert sich nicht im Alter. Im Gegenteil, in einer immer älter werdenden Gesellschaft ist ein funktionierender Bewegungsapparat entscheidend für die Lebensqualität. Um der demografischen Entwicklung Rechnung zu tragen und Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates bestmöglich begegnen zu können, hat das Klinikum Osnabrück nach dem Prinzip „Kompetenzen bündeln und gemeinsam zum Erfolg“ ein neues Zentrum gegründet. Das Zentrum für muskuloskelettale Chirurgie fasst die Bereiche Unfall- und Handchirurgie sowie Orthopädie und Sportmedizin zusammen und wird um das Einsatzfeld von plastischer Chirurgie und Wiederherstellungschirurgie ergänzt. Muskoskelettal – darunter fasst die Medizin alles zusammen, was Muskulatur und Skelett betrifft. Die Erkrankungen des Haltungsund Bewegungsapparates gehören zu den häufigsten Leiden in Deutschland.

Ziel des Zentrums ist es, die Versorgung von Patienten mit schweren Unfallverletzungen oder Verbrennungen weiter zu optimieren. Es werde durch die bessere Organisationsform und den „Zugewinn an Kompetenzen das Versorgungsangebot in der Region nachhaltig verbessert“, so Klinikum-Geschäftsführer Dr. Martin Eversmeyer und der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Fritz Brickwedde. Gleichzeitig wurde dafür gesorgt, dass sich das Klinikum mit Blick auf Wirtschaftlichkeit ebenso wie für seine strategischen Ziele gut positioniert hat. Prof. Dr. Martin Engelhardt, Ärztlicher Direktor des Klinikums Osnabrück, sieht einen doppelten Vorteil in der neuen Kooperation. Das Zentrum werde der zunehmenden Spezialisierung in den Fachbereichen Rechnung tragen und gleichzeitig die Spezialisten aus den verwandten Disziplinen in einem Ärztepool zusammenbringen. Die Ärzte könnten sich bei ihren Entscheidungen gegenseitig anregen, was dem Patienten diene und die Behandlungsqualität erhöhe. Engelhardt wies darauf hin, dass durch die Veränderung der Alterspyramide mindestens bis zum Jahr 2050 ein enormer Anstieg von muskuloskelettalen Erkrankungen zu erwarten ist. Er bewertet es als „wichtige Entscheidung“, diesen Behandlungsbereich dafür weiter auszubauen und zu verbessern. Gleichzeitig sei das Zentrum eine Weichenstellung für das Ziel, zu einer universitären Ausbildung von Medizinern in Osnabrück zu kommen. Der Ärztliche Direktor freute sich darüber, dass es gelungen ist, eine „vernünftige Perspektive“ für die Weiterentwicklung der Abteilung zu finden, von der eine wichtige Verbesserung der Behandlungsqualität für die Patienten ausgeht. „Wir sollten die Chance nutzen, etwas Gutes und Erfolgreiches daraus zu machen, aber auch etwas, wohin man morgens gerne zur Arbeit geht“, motivierte Prof. Engelhardt das Team.

In dem Zentrum werden der Fachbereich Unfall- und Handchirurgie von Priv-Doz. Dr. Antonio Ernstberger, der Fachbereich Plastische Chirurgie und Handchirurgie von Prof. Dr. Christian Weinand und der Fachbereich Orthopädie und Sportmedizin von Prof. Dr. Martin Engelhardt gemeinsam mit Dr. Casper Grim geleitet, die als Chefärzte in das Zentrum für muskuloskelettale Chirurgie berufen wurden. Ernstberger und Weinand sind neu ans Klinikum gekommen, während es sich bei Grim, wie Prof. Dr. Martin Engelhardt sagte, um ein „Eigengewächs“ handelt – einen Mediziner, der bereits seit 2003 im Haus arbeitet. In dem Zentrum können durch die Kompetenzen der Ärzte etwa Patienten mit schweren Verletzungen nach Unfällen oder mit Verbrennungen noch besser als bisher versorgt werden. Und bei Verletzungen des Gelenkapparats können sich Patienten gleich von zwei Medizinern versorgen lassen, die als Leitende Orthopäden im Ärzteteam der deutschen Olympiamannschaft im Einsatz waren oder sind. Wie bei der Vorstellung des neuen Zentrums gesagt wurde, dürfte es bundesweit einmalig sein, dass mit Grim, der das Amt zurzeit ausübt, und Engelhardt, der es in der Vergangenheit inne hatte, zwei Orthopäden in einem Haus arbeiten, die sich in dieser Funktion noch neben ihrer eigentlichen Tätigkeit ehrenamtlich für Olympiasportler engagieren.