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GOTS-Jahreskongress: Sportärzte tagen in Osnabrück - Grim übernimmt Präsidentschaft

Bild: PD Dr. Casper Grim hat die Präsidentschaft der GOTS übernommen. Fotograf: Jens Lintel

Ein wissenschaftliches Programm mit über 50 Vorträgen, daneben Workshops und Technikvorführungen, außerdem wurden noch zum Nachlesen über 100 wissenschaftliche Abstracts eingereicht: Beim 41. Jahreskongress der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) bestanden, wie PD Dr. Casper Grim vom Klinikum Osnabrück in seinem Grußwort zur Eröffnung sagte, ideale Voraussetzungen, um etwas zu lernen. 

Grim war bei dem dreitägigen Jahreskongress eine große Ehre beschieden: Er hat die Präsidentschaft der angesehen Gesellschaft von Medizinerinnen und Medizinern übernommen. Mit ihren rund 1800 Mitgliedern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die GOTS eine der weltweit größten Organisationen von Sportärzten. U.a. gehören ihr die Verbandsärzte an, die Nationalmannschaften und Olympiateams versorgen. Auch Grim ist im Leistungssport aktiv: Er ist u.a. Leitender Orthopäde und Unfallchirurg der Deutschen Olympiamannschaft sowie Mannschaftsarzt im Deutschen Ringer-Bund und der Deutschen Triathlon Union.

Die Jahrestagung fand mit großer Beteiligung von rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erstmals in Osnabrück statt. Bei dem Kongress wurde auch der 40. Geburtstag der GOTS gefeiert. Die Tagung stand unter dem Motto „MOVE“, auch das Internationalen Olympischen Komitees (IOC) war beteiligt. Zum neuen Sportarzt des Jahres wurde Prof. Dr. Kurt Steuer gekürzt, der langjährige Mannschaftsarzt des Deutschen Handballbundes (DHB). 

Wie GOTS-Gründungsmitglied Prof. Dr. Martin Engelhardt vom Klinikum sagte, der von 2000 bis 2006 Präsident der Gesellschaft war und viele Jahre lang als Schriftführer dem Vorstand angehört, versteht er es ein Stückweit als Anerkennung für die engagierte Arbeit des hiesigen Teams für die GOTS, dass Osnabrück als Standort für den sonst häufig in München und anderen großen Städten organisierte Kongress ausgewählt wurde. Auch Grim betonte die Bedeutung: „Dass wir den renommierten GOTS-Kongress nach Osnabrück holen konnten, ist ein starkes Signal für den Standort Osnabrück und die enge Vernetzung von Klinik, Wissenschaft und sportmedizinischer Praxis.“ 

Er und Engelhardt waren zusammen mit dem Kongressteam um Prof. Dr. Christoph Lutter (Rostock) und Prof. Dr. Matthias Hoppe (Marbug) auch an der Organisation des Programms beteiligt - so gab es u.a. einen Charity-Lauf, der zugunsten der “Ballschule Osnabrück” (Bakos) des früheren Fußball-Torwarts Stefan Wessel durchgeführt wurde. Wie Grim sagte, sollten weitere Angebote wie der Lauf und “Bewegte Pausen” das wissenschaftliche Programm ergänzen und damit den Kongresscharakter als aktives Netzwerk- und Begegnungsformat unterstreichen. 

In dem wissenschaftlichen Programm ging es um aktuellen Entwicklungen und Zukunftsthemen aus Sportmedizin und Sportorthopädie. Schwerpunkte waren u.a. körperliche Aktivität und Prävention, internationale Sportsysteme, Kinder- und Jugendsport, operative Techniken, Return-to-Sport und Funktionsdiagnostik sowie Künstliche Intelligenz und Wearables.

Nach den Worten von Grim unterstreicht der Jahreskongress die wachsende Bedeutung des Klinikums im Bereich der modernen Orthopädie, Sporttraumatologie und Sportorthopädie sowie im Bereich überregionaler wissenschaftlicher Vernetzung. Das sei auch zentrales Thema bei der GOTS: Neben dem wissenschaftlichen Austausch lege die Gesellschaft besonderen Wert auf Interdisziplinarität und Vernetzung zwischen Ärztinnen und Ärzten, Sportwissenschaftlerinnen und Sportwissenschaftlern, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten.

 

OZMC


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