Um neue Erkenntnisse zur Behandlung und Versorgung von Erkrankten, die etwa von Sprunggelenksverschleiß oder komplexen Mittelfußfrakturen betroffen sind, ging es jetzt wieder beim Osnabrücker Fußsymposium. Bei der Weiterbildungsveranstaltung, die seit 15 Jahren gemeinsam vom Klinikum Osnabrück und der Studiengemeinschaft Orthopädieschuhtechnik organisiert wird, wurde diesmal mit rund 150 Teilnehmenden eine besonders große Resonanz verzeichnet.
An zwei Tagen wurden in neun Themenblöcken insgesamt 25 Vorträge sowie noch Praxisworkshops geboten, in denen zu konkreten Fragestellungen wie beispielsweise Knick-Plattfuß im Kindesalter über aktuelle Ansätze für medizinische Therapien und Neuerungen bei orthopädietechnischen Versorgungsoptionen informiert wurde.
Wie Prof. Dr. Martin Engelhardt vom Klinikum Osnabrück erklärte, der das Symposium leitet und angestoßen hat, soll mit der gemeinsamen Veranstaltung die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Orthopädietechnikern verbessert werden, um eine optimale Versorgung von Patientinnen und Patienten erreichen zu können. Multidisziplinärer Austausch sei kein Selbstzweck, sagte Engelhardt bei der Begrüßung der Teilnehmenden, sondern bilde gerade in der Orthopädie eine Grundlage für eine optimale Versorgungsqualität. In dem Zusammenhang bemängelte er eine gesunkene Gewichtung von Orthopädietechnik im Medizinstudium.
Thomas Fillep, Finanzvorstand der Stadt Osnabrück, lobte, dass die seit 15 Jahren gemeinsam organisierte Veranstaltung zu einem anerkannten fachlichen Kongress geworden sei, der großen Zuspruch finde. Die gemeinsame Fortbildung der Orthopädieschuhtechniker mit den Ärztinnen und Ärzten für Orthopädie und Unfallchirurgie, so Fillep, habe Vorbildcharakter. Sie verbessere die Zusammenarbeit der beiden Berufsgruppen und steigere so die Behandlungsqualität.
In dem von Chefarzt Engelhardt geleiteten Zentrum sind die Klinik für Orthopädie und Sportmedizin sowie die Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie zusammengefasst. Auch PD Dr. Casper Grim und PD Dr. Jan-Peter Graßmann, die Chefärzte der beiden Kliniken, waren wieder als Moderatoren und Referenten an dem Symposium beteiligt, wobei sich Grims Ankunft durch eine Flugverspätung verzögerte.
Der Osnabrücker Orthopädieschuhmachermeister Tino Sprekelmeyer, Vorsitzender der Studiengemeinschaft, dankte Engelhardt für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen 15 Jahren, die weiter fortgesetzt werden solle. Bei dem Symposium waren einige hochkarätige Referenten in Osnabrück vertreten. U.a. war Prof. Dr. Beat Hintermann aus Basel dabei, einer der führenden Fußchirurgen Europas, dem Engelhardt über viele Jahre sehr verbunden ist.
