• MHO, CKO und Klinikum unter den ersten Krankenhäusern mit vom Land ausgewiesenen Zentren Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann übergibt Bescheide in Hannover

    Osnabrück, 17.12.2018. Das Marienhospital Osnabrück (MHO) der Niels-Stensen-Kliniken und das Christliche Kinderhospital Osnabrück (CKO) sowie das Klinikum Osnabrück mit seinem Zentrum für Schlaganfallmedizin gehören jetzt zu den ersten Krankenhäusern in Niedersachsen, an denen zum 1. Januar 2019 spezialisierte Zentren ausgewiesen werden. Die entsprechenden Bescheide nahmen Werner Lullmann (Geschäftsführer Niels-Stensen-Kliniken), Michael Richter (Geschäftsführer CKO) und Dr. Martin Eversmeyer (Sprecher der Geschäftsführung Klinikum Osnabrück) in Hannover aus den Händen von Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann entgegen.

    Mit der Ausweisung als Zentrum werde die besondere Bedeutung der Krankenhäuser hervorgehoben und anerkannt, so die Ministerin: Auch werde die herausragende Kompetenz und besondere Expertise für die Patienten erkennbar. In diesen Zentren würden sehr komplexe medizinische Leistungen erbracht.

    Im Klinikum Osnabrück werden jährlich rund 1.700 Schlaganfallpatienten behandelt. Mit über 300 Thrombektomien (minimalinvasive Entfernung eines Blutgerinnsels im Kopf) im Jahr 2017 zählt das Klinikum Osnabrück zu den größten Thrombektomie-Zentren Deutschlands, die an der zentralen Qualitätssicherung in der Schlaganfallbehandlung teilnehmen. Das Neuromedizinische Zentrum, das die Patientenversorgung beginnend mit der neurologischen Intensivmedizin bis hin zur neurologischen Frührehabilitation umfasst, verfügt mit der überregionalen Stroke-Unit über das höchste Zertifikat der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG). Dementsprechend werden durch das Neurovaskuläre Schlaganfallzentrum mit überregionaler Netzwerkstruktur überörtliche Aufgaben wahrgenommen.

    Dr. Martin Eversmeyer, Geschäftsführer am Klinikum Osnabrück: „Wir freuen uns sehr, dass das Klinikum Osnabrück als Fachzentrum für Schlaganfallmedizin anerkannt wurde. Unsere hohe Struktur- und Prozessqualität in der Diagnostik und Therapie rechtfertigt die Berücksichtigung als besonderer Leistungserbringer in der Schlaganfallmedizin.“

    Als überregionales Zentrum im Traumanetzwerk „Südwest-Niedersachen“ übernimmt das MHO überörtliche und krankenhausübergreifende Aufgaben in der Schwerverletztenversorgung für die gesamte Region Osnabrück, die Grafschaft Bentheim bis in den süd-oldenburgischen und emsländischen Bereich. Im Traumnetzwerk sind zwölf Krankenhäuser organisiert, womit ein flächendeckendes hochqualifiziertes Versorgungssystem etabliert wurde, das eine schnelle und bestmögliche Versorgung von Patienten nach einem schweren Unfall mit gegebenenfalls lebensgefährlichen Verletzungen sicherstellt. Das Netzwerk nutzt ein seit vielen Jahren strukturiertes Kommunikationssystem mit Unterstützung durch die Telemedizin und arbeitet in der Fort- und Weiterbildung der Ärzte (Schockraumtraining, Symposien) eng zusammen. „Mit der krankenhausplanerischen Ausweisung als überregionales Traumazentrum wird die hervorragende Arbeit in der Schwerverletztenversorgung am MHO anerkannt“, freut sich Geschäftsführer Werner Lullmann insbesondere auch für alle beteiligten Mitarbeiter.

    Das CKO ist eines von nur zwei niedersächsischen Krankenhäusern, die als Zentrum für Pädiatrie ausgewiesen werden. Das andere ist das Kinder- und Jugendkrankenhaus auf der Bult in Hannover. Das CKO nimmt damit als einziges im Nordwesten des Landes besondere Aufgaben wahr, die über das normale Spektrum einer Kinderklinik hinausgehen. Hierzu gehört die überregionale Versorgung von Patienten und die Wahrnehmung von krankenhausübergreifenden Tätigkeiten oder Kooperationen mit anderen Kliniken. Auch besondere Versorgungsaufträge des Krankenhauses (zum Beispiel für seltene Erkrankungen) gehören dazu.

    Das bedeutet zugleich, „dass die hohen Kosten dafür von den Krankenkassen getragen werden können und müssen“, erläutert Geschäftsführer Michael Richter: „Für uns bringt die Ausweisung als Zentrum insbesondere eine größere finanzielle Sicherheit, da wir in der Kinder- und Jugendmedizin einen hohen Notfallanteil haben und unsere Belegung stärkeren Schwankungen unterworfen ist als bei anderen Kliniken“, so Richter: „Zudem freuen wir uns natürlich, dass unser Versorgungsanspruch für die Region Osnabrück und die angrenzenden Landkreise nun auch durch das Ministerium im Krankenhausplan abgebildet wird.“ Das Christliche Kinderhospital biete neben der Kinder- und Jugendmedizin viele weitere Spezialisierungen wie Allergologie, Pneumologie, Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie, Neurologie, Nephrologie, Neonatologie, Intensivmedizin und Kardiologie. Auch gebe es eine eigene Kinderchirurgie, „über die nur noch wenige Krankenhäuser in Deutschland verfügen“.

    Insgesamt werden 14 Zentren an 12 Krankenhausstandorten in Niedersachsen krankenhausplanerisch ausgewiesen.

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