Darmkrebszentrum

Leistungen

Diagnose „Darmkrebs“, und jetzt?

Wenn Ihr Arzt die Diagnose „Dickdarmkrebs“ oder „kolorektales Karzinom“ mitteilt, dann ergibt sich sofort eine große Anzahl an Fragen:

  • Wo finde ich die beste Behandlung?
  • Was sind die Auswirkungen der Behandlung, und wie werden diese mein Leben beeinflussen?
  • Werde ich auch weiterhin ein aktives Leben in der Familie, meiner Freizeit und meinem Freundeskreis führen können?
  • Wie sind meine Heilungschancen?

… und viele ungelöste Fragen mehr.

Das Darmkrebszentrum (DZO) im Klinikum Osnabrück wurde eingerichtet, um für die Menschen, die an Darmkrebs erkrankt sind, die modernste und umfassende Behandlung, Pflege und Betreuung zu gewährleisten. Wir werden Ihre Sorgen, Ängste und Fragen ernst nehmen und können allen Patienten mit einer Krebserkrankung auch eine psychologische Unterstützung zur Seite stellen.

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Unser Team

Die Behandlung von gut- und bösartigen Darmerkrankungen gehört seit vielen Jahren zu den Schwerpunktaufgaben des Klinikums. Die Behandlung der wichtigen verschiedenen Erkrankungen erfolgt in enger Anlehnung an die aktuell gültigen nationalen und internationalen Standards (sog. „Leitlinien“). Das Darmkrebszentrum des Klinikum Osnabrück bietet schon jetzt Betroffenen eine umfassende und zwischen den kooperierenden Kliniken wie Chirurgie, Gastroenterologie, Strahlentherapie und Onkologie abgestimmte Versorgung an. Wir haben die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen, die es erlauben, Patienten mit Darmkrebserkrankungen interdisziplinär („gemeinschaftlich“) zu behandeln, sozusagen Behandlung aus „einer Hand“.

Ohne Informationsverlust können die diagnostischen Untersuchungen, die Operationen und falls erforderlich die Bestrahlung oder Chemotherapie in einem Zentrum durchgeführt werden. Für jeden Patienten wird in einer wöchentlich tagenden Tumorkonferenz ein individueller Therapieplan erstellt, dem sich alle behandelnden Ärzte verpflichten.

Für die erste Jahreshälfte 2011 wurde die Zertifizierung als Darmkrebszentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft beantragt.

Ein etabliertes Qualitätsmanagement ermöglicht die ständige Verbesserung der Behandlungsprozesse.

Team

  • Was wir wollen

    Mit einem umfassenden, an modernen Leitlinien orientierten Konzept:

    • Darmkrebssprechstunde
    • Sprechstunde für Angehörige Betroffener
    • Nachsorge
    • Risikoerfassung

    werden wir alle therapeutischen Möglichkeiten für die optimal Behandlung einer Darmkrebserkrankung zur Verfügung stellen. Ein wichtiges Anliegen ist uns die Beratung und Betreuung von Risikopersonen (z.B. bei familiären Krebserkrankungen), um durch ein individuelles Programm den Ausbruch einer folgenschweren Darmkrebserkrankung zu vermeiden.

  • Was wir bieten

    Das DZO garantiert eine Behandlung nach den jeweils aktuellen Vorgaben der medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften, und sichert damit eine Versorgung auf dem neuesten Stand des medizinischen Wissens. Die Spezialisten der verschiedenen Einrichtungen und Fachrichtungen (Gastroenterologie, Chirurgie, Onkologie, Pathologie, Strahlentherapie u. a.) beraten und beschließen bei den interdisziplinären Fallbesprechungen im Rahmen einer wöchentlichen Tumorkonferenz gemeinsam über die jeweils bestmögliche und individuell konzipierte Behandlung für jeden einzelnen Patienten. Diese Protokolle stehen allen behandelnden Ärzten zur Verfügung und können auch dem Patienten ausgehändigt werden. Der Behandlungsplan wird dann dem Patienten vorgestellt, mit ihm besprochen und falls erforderlich, den individuellen Bedürfnissen angepasst.

  • Zweitmeinungen

    Gerade bei Krebserkrankungen besteht häufig ein erhöhter Bedarf, sich durch eine zweite Meinung Sicherheit über die weitreichenden Behandlungsentscheidungen zur verschaffen. Gern sind wir Ihnen behilflich, den Kontakt zu weiteren ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet der Darmkrebserkrankungen herzustellen. Nehmen Sie hierzu bitte Kontakt zu den Sekretariaten auf.

  • Soziale Dienste, Pflegeüberleitung und häusliche Versorgung

    Für viele Patienten ist die Operation eines Darmkrebses eine Situation, in der sie zum ersten Mal ihr häusliches Umfeld für einen längeren Zeitraum verlassen. In manchen Fällen kann es schwierig werden, sich nach einer Operation, einer Chemotherapie oder Bestrahlungsmaßnahme wieder in den eigenen vier Wänden zurechtzufinden. Unsere Mitarbeiter aus den Bereichen des Sozilen Dienstes und der Pflegeüberleitung stehen hier dem Patienten zur Seite. Eine Entlassung in ein geordnetes Umfeld wird von uns angestrebt und durch den Sozialdienst des Klinikums unterstützt.

  • Psychoonkologie und Selbsthilfegruppen

    Wir legen besonderen Wert auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der medizinischen Fachabteilungen unter Einbeziehung ambulanter sozialer Dienste und Selbsthilfegruppen.

    Schon zu Beginn der Behandlung steht jedem Patienten die Betreuung durch unsere erfahrene Psychoonkologie zur Verfügung. Gerade bei einer „den Kern der Persönlichkeit“ erschütternden Erkrankung kann die Unterstützung durch ein professionelles Angebot zur pschychischen Stabilisierung führen. Es werden auch – wenn gewünscht – Kontakte zu Selbsthilfegruppen und zur Osnabrücker Krebsberatung hergestellt.

    Durch diese Kooperation können wir, abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten und ihrer Angehörigen, sämtliche Teilaspekte der Behandlung aus einer Hand anbieten. Dies umfasst die Früherkennung von Darmkrebs mittels Koloskopie und endoskopischer Abtragung von Krebsvorstufen (Polypen), die Operation von bösartigen Tumoren des Dickdarms und des Enddarms sowie die stadiengerechte Begleittherapie (Chemotherapie, Bestrahlung), vor bzw. nach der Operation im stationären als auch ambulanten Bereich über das Medizinische Vorsorgungszentrum am Klinikum.

    Das Zentrum bietet ein breit gefächertes Angebot mit einer psycho-onkologischen Betreuung, seelsorgerischen Betreuung, Stoma-Versorgung, Ernährungsberatung, Unterstützung bei der Einleitung von Rehabilitations-Maßnahmen und Organisation bei der Beschaffung von medizinischen Hilfsmitteln.

    Regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen und Qualitätszirkel dienen der Aus- und Weiterbildung des gesamten medizinischen Personals. Fachspezifische und fächerübergreifende Qualitätszirkel sorgen durch den intensiven Austausch der Fachkollegen für ein hohes Versorgungsniveau. In regelmäßigen Abständen werden Informationsveranstaltungen für Patienten angeboten.

    Jährliche Patientenbefragungen zur Behandlungszufriedenheit sind Bestandteil des Qualitätsmanagements.

  • Leistungsspektrum

    Am Darmkrebszentrum Osnabrück werden alle Maßnahmen für die Diagnostik und Therapie einer Krebserkrankung auf höchstem Qualitätsstandard durchgeführt:

    • Operationen am Dickdarm, Mastdarm und Analbereich („offen“ und „minimal invasiv“)
    • Dickdarm- und Enddarmspiegelungen („Koloskopie“, „Rektoskopie“, „Proktoskopie“)
    • Polypenabtragungen
    • Endoskopische Ultraschalluntersuchungen des Enddarms
    • Chemotherapien, Antikörperbehandlung und der Einsatz von moderner zielgerichteter Therapie
    • Bestrahlungen, auch in Kombination mit Chemotherapie
    • Feingewebliche Diagnostik und molekulare Analyse auf Krebs
    • Vermittlung genetischer Beratung
  • Interdisziplinäres Tumorboard

    Klinikum_OS

    Die bereits seit Juli 2007 am Klinikum Osnabrück etablierte und wöchentlich stattfindende Tumorkonferenz ist eine zentrale Einrichtung des Darmkrebszentrums. Es handelt sich um ein Forum, auf dem spezialisierte Chirurgen, Gastroenterologen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Radiologen und Pathologen eine umfassende und individualisierte Behandlungsplanung separat für jeden Patienten mit Tumorerkrankungen erörtern. Es wird für jeden Patienten ein individuelles Handlungskonzept erstellt, welches die optimale medizinische Behandlung seiner Erkrankung gewährleistet.

    In der Tumorkonferenz können auch Patienten durch betreuende Haus – und Fachärzte außerhalb der Klinik vorgestellt werden. Sie können entweder direkt über die „Hotline“  oder über eines der Kliniksekretariate melden.

    Download für betreuende Haus – und Fachärzte

  • Studien

    Jedem Patienten im Darmkrebszentrum wird der Zugang zu Studien ermöglicht.
    Unser Zentrum nimmt an folgenden Studien teil:

    1. „Molekulare Signaturen im Kolorektalen Karzinom“ (MSKK)

    • Ziel der Studie: Entdeckung und Validierung von Genexpressions-, SNP-, und Methylierungs-signaturen zur Vorhersage von Progression und Gesamtüberleben beim kolorektalen Karzinom.
    • Leitung: Privatdozent Dr. Nürnberg, Neuruppin
    • In Kooperation mit Signature Diagnostics AG, Potsdam

    2. Studie Psychoonkologie

    Beobachtungsstudie zum psychoonkologischen Unterstützungsbedarf von Krebspatienten während unterschiedlicher Behandlungsphasen

    • Studienleiter: Dr. Reichel, Ralf
    • Sponsor: Oncotract AG

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