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Integriertes Krebszentrum – Darmkrebszentrum

Wissenswertes zum Thema Darmkrebs

Was ist Darmkrebs?

Unter Darmkrebs versteht man Tumorerkrankungen des Dickdarms (Kolonkarzinom) oder des Mastdarms (Rektumkarzinom). In den meisten Fällen entstehen diese aus gutartigen Wucherungen in der Darmschleimhaut, so genannten Polypen.

Jährlich erkranken in Deutschland rund 70.000 Menschen an Darmkrebs. Das bedeutet: Im Laufe ihres Lebens sind 6 von 100 Menschen in Deutschland von dieser Erkrankung betroffen, das ist ungefähr jeder Siebzehnte. Damit gehört Dickdarmkrebs zu den häufigsten Krebsarten in Deutschland.

Die meisten Darmkrebserkrankungen entstehen “spontan” und entwickeln sich oft unbemerkt über einen langen Zeitraum von bis zu zehn Jahren aus einem Polypen. Die Heilungschancen hängen davon ab, ob die Erkrankung frühzeitig erkannt wird. Erste Warnzeichen wie unregelmäßiger Stuhlgang, Blut im Stuhl oder schwarz gefärbter Stuhl sind deshalb sehr ernst zu nehmen und bedürfen einer medizinischen Abklärung.

Das Darmkrebszentrum am Klinikum Osnabrück bietet eine geschlossene Versorgungskette, in der betroffene Patienten von der Früherkennung bis zur Nachsorge in allen relevanten Belangen betreut werden können. Jeder Krankheitsfall wird fachübergreifend von den Therapie-Spezialisten besprochen und nach einer gemeinsam festgelegten Strategie mit dem Ziel der Heilung bzw. der Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität nach den besten, heute zur Verfügung stehenden Kenntnissen behandelt.

Ist Darmkrebs erblich?
Sechs von hundert deutschen Bürgern erkranken im Laufe ihres Lebens an Darmkrebs. Von diesen Patienten weisen etwa 10 -15 Prozent eine positive Familienanamnese auf. Das bedeutet, in der engeren Verwandtschaft sind bereits Darmkrebsfälle aufgetreten. Bei diesem so genannten „familiären Darmkrebs“ verdoppelt sich das Erkrankungsrisiko für Verwandte ersten Grades (Geschwister, Kinder, Eltern). Dieser vererbliche Darmkrebs kann sich über gehäufte Polypenbildung aber auch ohne diese Vorstufen ausbilden.

Ungefähr fünf Prozent aller Betroffenen haben eine erbliche Form des Darmkrebses, das vererbte “hereditäre nichtpolypöse kolorektale Karzinom” (HNPCC). Bei diesen Patienten steigt das Risiko an Darmkrebs zu erkranken auf 80 Prozent. Während Darmkrebs im Allgemeinen eine Krankheit alter Menschen ist, erkranken diese Patienten oft schon in jungen Jahren. Das durchschnittliche Alter der Erkrankung liegt um die 40 Jahre. Außerdem treten bei Betroffenen auch gehäuft Tumoren außerhalb des Darms wie etwa Unterleibs-, Eierstock- und Magenkrebs auf. Daher ist eine engmaschige Vorsorge erforderlich, die nicht nur auf den Darm beschränkt ist.

Welche Symptome gibt es?
Es gibt eine Reihe von Warnzeichen, die jeweils für sich genommen auch andere Ursachen haben können, dennoch wegen des Darmkrebsrisikos unbedingt vom Arzt untersucht werden sollten.

Hierzu zählen:

  • veränderte Stuhlgewohnheiten wie plötzlicher Durchfall oder Verstopfung oder beides im Wechsel
  • krampfartige Bauchschmerzen, Stuhldrang ohne Entleerung
  • Blähbauch
  • Blässe und Blutarmut
  • Gewichtsverlust, Schwäche
  • Blut im Stuhl

Ärztliche Hilfe kann in frühen Krebsstadien vollständige Heilung bedeuten. Warnzeichen sollten deshalb ernst genommen und untersucht werden

Gibt es Risikofaktoren?
Die Ursachen, die zur Entstehung von Darmkrebs führen, sind noch unzureichend geklärt. Dennoch gibt es Faktoren, die das Auftreten der Krankheit begünstigen.

Risikofaktoren sind:

  • erbliche Veranlagung
  • ballaststoffarme und fleischreiche Ernährung
  • Bewegungsmangel
  • Hoher Alkoholkonsum
  • Übergewicht
  • chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Es wird davon ausgegangen, dass ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung das Risiko an Darmkrebs zu erkranken senken kann.