Infektiologisches Zentrum Osnabrück

Leistungen

Betreuung bei medikamentöser Therapie

Auch wenn die Diagnose “HIV-infiziert” für die meisten, die damit konfrontiert werden, nach wie vor einen Schock bedeutet, hat die Krankheit doch mit den Jahren viel von ihrem Schreckenscharakter verloren.

Verantwortlich dafür sind vor allem die zur Verfügung stehenden HIV-Medikamente, die antiretrovirale Therapie (ART). Diese wird heutzutage standardmäßig als Dreifachkombination eingesetzt. Die Fülle der zur Verfügung stehenden Präparate macht Mut. Ob jemand diese Behandlung benötigt, wird in den Untersuchungen bei der Erstvorstellung oder bei den regelmäßigen Kontrolluntersuchungen festgestellt. Ist eine Therapie notwendig, wird zunächst eine Blutentnahme durchgeführt, um ein so genanntes Primärresistogramm anzufertigen. Anhand der Ergebnisse wird die für den einzelnen Patienten maßgerechte medikamentöse Therapie zusammengestellt. Hiermit lässt sich in der Regel die Vermehrung des HI-Virus so effektiv unterdrücken, dass es im Blut nicht mehr nachweisbar ist.

Es ist äußerst wichtig, den Fortgang der Infektion und ihrer Therapie regelmäßig, d.h. in vierteljährlichen Abständen, zu kontrollieren. Nebenwirkungen oder ein Therapieversagen aufgrund von Resistenzen werden so rechtzeitig erkannt und es kann frühzeitig darauf reagiert werden.

Der “Komplettcheck”

In der Infektionsambulanz im Klinikum Osnabrück kommen die HIV-relevanten Untersuchungen quasi “aus einer Hand”, das heißt, es bestehen zahlreiche Möglichkeiten zur internistischen Diagnostik, vom EKG über den Ultraschall und die Lungenfunktionsprüfung bis hin zur Langzeitblutdruckmessung.

Die Patienten sollten sich einmal pro Quartal zur Routineuntersuchung vorstellen. Hierbei wird neben den Routine-Labor-Parametern wie Blutbild, Leber-, Nieren- und Entzündungswerten v.a. der Immunstatus und die HIV-Viruslast bestimmt. In regelmäßigen Abständen werden zudem Blutuntersuchungen auf weitere Infektionserkrankungen wie Hepatitis und Syphilis durchgeführt.

Medikamentenstudien

Ein weiterer wichtiger Aspekt in der HIV-bezogenen Leistung ist der Zugang zu Medikamentenstudien, da oftmals für therapieerfahrene Patienten die neuen, noch nicht zugelassenen Medikamente die einzige Option zur Erhaltung der Gesundheit darstellen. Auch in dieser Hinsicht machen wir uns für Sie stark: Der frühe Zugang zu im Zulassungsverfahren befindlichen Medikamenten ist genauso möglich wie die Teilnahme an “echten” Medikamentenprüfungen mit neuen viel versprechenden Substanzen.

Die Durchführung der Studien richtet sich dabei streng nach internationalen Regeln (GCP/ICH).

Die Einwilligung zur Teilnahme an Studien und Kohortendokumentationen ist immer freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden.

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