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NUKLEARMEDIZIN

HERZLICH WILLKOMMEN

WAS IST NUKLEARMEDIZIN?

Die Nuklearmedizin beschäftigt sich mit dem „Sichtbarmachen“ körpereigener Funktionen, angefangen von der Darstellung von Stoffwechselvorgängen oder Durchblutung einzelner Körperabschnitte bis hin zu kompletten Darstellung des gesamten Körpers. Des Weiteren sind quantitative Aussagen über die Funktionstüchtigkeit einzelner Organe (z.B. der Nieren) möglich. Hierdurch ergänzen sich die röntgenologische („morphologische“) und nuklearmedizinsche („physiologische“) Darstellung in idealer Weise auf diagnostischer Ebene.

Nuklearmedizinische Verfahren ermöglichen dabei die frühestmögliche Erfassung körpereigener Veränderungen, bzw. die Darstellung von Auffälligkeiten des Stoffwechsels im Organismus, häufig bevor diese in Röntgenuntersuchungen nachzuweisen sind.

Typischerweise wird die Nuklearmedizin insbesondere mit der Untersuchung („Szintigraphie“) von Schilddrüse, Knochen und Nieren assoziiert, es ergeben sich jedoch auch zahlreiche weitere wichtige diagnostische (z.B. Tumoren, Entzündungen) Fragestellungen, die abgeklärt und ambulant oder stationär behandelt werden können (z.B. bösartige und gutartige Schilddrüsenerkrankungen, entzündliche Gelenkveränderungen, Knochenmetastasen).

 

SPEKTRUM:

Unsere Abteilung bietet das komplette Spektrum konventioneller nuklearmedizinischer Untersuchungsverfahren mit modernen medizinischen Geräten an. Hierzu zählen u.a. die Skelett-, Lungenperfusions-, Myokard- und Nierenfunktionsszintigraphie sowie die komplette Schilddrüsendiagnostik. Durch die Kombination bildgebender Verfahren, z.B. der SPECT-CT-Fusion oder der SPECT-MRT-Fusion gelingt eine präzise Aussage über die Lage der Stoffwechselveränderungen. Weitere Informationen dazu und zur anderen selteneren Untersuchungen finden Sie in unseren Patienteninformationsblättern.

Darüber hinaus ist bei uns die palliative Schmerztherapie von Skelettmetastasen (insbes. bei Prostata- und Brustkrebs) ambulant möglich. Frau Dr. Müller-Kniefert beantwortet Fragen zu dieser Therapie gern.

Kontakt

Leitung: Fr. Dr. Vika Müller-Kniefert
Telefon: 0541 405-7600
Telefax: 0541 405-7699
E-Mail: vika.mueller.kniefert@klinikum-os.de

Terminvergabe:
Telefon: 0541 – 405 7603
Telefax: 0541 – 405 7699

 

Wegbeschreibung

Haupteingang des Klinikgebäudes am Finkenhügel ->Richtung Röntgen-und Strahlenklinik (A2) -> daran vorbei, dann Abteilung für Nuklearmedizin (blauer Briefkasten).

Leistungen

HERZMUSKEL-SZINTIGRAPHIE

Zweck der Untersuchung:
Mit der Herzmuskelszintigraphie wird die Durchblutung des Herzmuskels unter Ruhe bzw. Belastung überprüft.

Ablauf der Untersuchung:
Als erstes erfolgt eine Belastung (medikamentös mit Adenosin). Soll das Herz nur in Ruhe untersucht werden, erfolgt die Gabe von Nitrolingual-Spray. Dann wird eine geringe Menge einer radioaktiven Substanz injiziert. Die Strahlenbelastung ist vergleichbar einer Computertomographie. Die verwendeten Substanzen werden gut vertragen, allergische Reaktionen sind sehr selten.

Zwei Aufnahmen erfolgen im Abstand von ca. 4 Stunden, wobei eine große Kamera möglichst dicht für ca. 30 min um Ihren Oberkörper kreist. Die Auswertung erfolgt nach Anfertigung aller Aufnahmen. Der schriftliche Befund wird Ihrem Arzt zugeschickt.

Unerwünschte Wirkungen/ Risiken:
Venenpunktion (wie bei einer Blutentnahme) mit Risiko von Hämatom, Infektion und Nervenschädigung. Strahlenbelastung s.o. Auf mögliche Nebenwirkungen bei der Herzbelastung werden Sie vom Arzt gesondert hingewiesen.

Die Auswertung erfolgt nach Anfertigung aller Aufnahmen. Die Daten werden im Netz des Klinikum Osnabrück gespeichert und sind dadurch auch zu späteren Zeitpunkten bei Verlaufsuntersuchungen wieder abrufbar. Der schriftliche Befund wird Ihrem Arzt zugeschickt.

Vorbereitung:

  • Planen Sie für die Untersuchung ca. 5 Stunden ein
  • Kommen Sie bitte nüchtern: Kein Frühstück und vor allem kein Kaffee oder schwarzer Tee. Mineralwasser können Sie jedoch gerne trinken.
  • Ihre Herz-Medikamente nehmen Sie zur Untersuchung wie mit Ihrem Arzt vereinbart ein. Bitte bringen Sie bitte eine Liste dieser Medikamente mit.
  • Wenn Sie das Lungenmedikament Theophyllin einnehmen, setzen Sie sich bitte vor der Untersuchung mit uns in Verbindung.
  • Bringen Sie bitte alle Voruntersuchungen mit
LUNGENSZINTIGRAPHIE

Zweck der Untersuchung:
Mit der Lungen-Szintigraphie wird die Durchblutung und die Belüftung der Lungen abgebildet.

Ablauf der Untersuchung:
Es wird eine geringe Menge einer radioaktiven Substanz injiziert bzw. über ein Schlauchsystem eingeatmet. Die Substanzen verteilen sich in der Lunge.

Die Strahlenbelastung beträgt ca. 2 mSv, dies ist vergleichbar der natürlichen jährlichen Strahlenbelastung bzw. beträgt lediglich ein Viertel der Strahlenbelastung einer Computertomographie der Lunge.

Die verwendeten Substanzen werden gut vertragen, allergische Reaktionen sind sehr selten.

Die Aufnahmen erfolgen im Liegen mit einer großen Kamera, die aus verschiedenen Blickrichtungen dicht über dem Oberkörper positioniert wird. Gegebenenfalls sind anschließend auch Rotationsaufnahmen nötig.
Die Darstellung der Durchblutung dauert ca. 20 Minuten. Wie lange für die Aufnahmen der Lungenbelüftung benötigt wird, hängt davon ab, wie gut Sie das Radiopharmakon einatmen. Maximal werden hierfür 30 Minuten benötigt.

Die Auswertung erfolgt nach Anfertigung aller Aufnahmen. Der schriftliche Befund wird Ihrem Arzt zugeschickt.

Vorbereitung:

  • Planen Sie für die Untersuchung 1 bis 2 Stunden ein
  • Sie müssen nicht nüchtern sein
  • Bringen Sie bitte alle Voruntersuchungen (insbesondere Röntgen-Thorax und CT Thorax) mit.
  • Ihre Medikamente nehmen Sie bitte unverändert ein. Sollten Sie zusätzliche Schmerzmittel als Bedarfsmedikation besitzen, bringen Sie diese zur Untersuchung unbedingt mit.

 

MIBG-SZINTIGRAPHIE

Zweck der Untersuchung:
Mit einem MIBG-Szintigramm können hormonproduzierende
Tumore z.B. des Nebennierenmarks oder des Sympathikus (z.B. „Phäochromozytom“)
bildhaft dargestellt und lokalisiert werden. Diese Untersuchung kann unter anderem bei folgenden Fragestellungen angezeigt sein:

  • Phäochromozytom nach laborchemischer Sicherung (Serum-Katecholamine und Metabolite)
  • Neuroblastom sowie Metastasendarstellung
  • Differentialdiagnose M. Parkinson versus Multisystematrophie
  • Paragangliom
  • medulläres Schilddrüsenkarzinom
  • multiple endokrine Neoplasie (MEN)

Ablauf der Untersuchung:
Nach ausführlicher Aufklärung durch einen Arzt bekommen Sie Tropfen (Irenat®), die eine Aufnahme der verwendeten Substanz durch die Schilddrüse verhindert; dann wird eine Spur einer radioaktiven Substanz in die Vene injiziert. Die Substanz wird über mehrere Stunden langsam von den sympathischen Nervenzellen (z.B. der Nebenniere) angereichert. Während der ersten Stunden nach Injektion sollen Sie bitte mindestens 1 Liter Mineralwasser trinken und häufig die Harnblase entleeren. Dadurch wird die Aufnahmequalität verbessert. Die Aufnahmen erfolgen sofort nach Injektion,
nach 24 Stunden und ggf. nach 48 Stunden.
Die Strahlenbelastung ist vergleichbar mit einer Computertomographie. Die verwendete Substanz wird sehr gut vertragen, allergische Reaktionen sind sehr selten.
Die Aufnahmen werden im Liegen durchgeführt. Sie erfolgen mit einer großen Kamera, die über Ihren ganzen Körper gleitet und ggf. auch rotiert.
Die Auswertung erfolgt nach Anfertigung aller Aufnahmen. Die Daten werden im Netz des Klinikum Osnabrück gespeichert und sind dadurch auch zu späteren Zeitpunkten bei Verlaufsuntersuchungen wieder abrufbar. Der schriftliche Befund wird Ihrem Arzt zugeschickt.

Vorbereitung:

  • Planen Sie für die Aufnahmen jeweils 1,5 Stunden ein
  • Sie müssen nicht nüchtern sein
  • Das Radiopharmakon wird Patientenbezogen (Kosten ca. 400 €) bestellt und ist nicht lagerfähig. Deshalb ist die Termineinhaltung unbedingt erforderlich.
  • Bringen Sie bitte alle Voruntersuchungen (Befunde von Szintigraphien, Röntgen/ CT-Bilder oder Befunde) mit
  • Bezüglich der Medikamente, welche Sie einnehmen dürfen, sprechen Sie bitte vorab mit uns. Sollten Sie zusätzliche Schmerzmittel als Bedarfsmedikation besitzen, bringen Sie diese zur Untersuchung unbedingt mit.
NEBENSCHILDDRÜSEN-SZINTIGRAPHIE

Zweck der Untersuchung:
Die Nebenschilddrüsen sind beteiligt an der Regulation des Kalzium – Phosphat – Stoffwechsels. Im Falle eines erhöhten Stoffumsatzes kann es zu Veränderungen des Stoffwechsels kommen. Bei der Nebenschilddrüsen-Szintigraphie werden Aktivitätsbilder von stoffwechselaktivem Gewebe dargestellt. Es ermöglicht uns, Nebenschilddrüsenadenome, welche vermehrt arbeiten, aufzudecken. Die 4 Nebenschild-drüsen liegen jeweils an den oberen und unteren Polen der Schilddrüsenlappen. Im Laufe der embryonalen Entwicklung ist es möglich, dass sich diese Nebenschilddrüsen auch im Schilddrüsengewebe einnisten. Sollten also im Schilddrüsenultraschall Knoten aufgefallen sein, kann nur mittels Ultraschall nicht differenziert werden, ob es sich um schilddrüseneigene Knoten oder um Nebenschilddrüsengewebe handelt. Eine zusätzliche, ggf. am gleichen Tag vor der Nebenschilddrüsenszintigraphie durchgeführte Schilddrüsenszintigraphie ermöglicht diese Differenzierung.

Ablauf der Untersuchung:
Es wird eine geringe Menge einer radioaktiven Substanz injiziert, die sich über Stunden in den Nebenschilddrüsen anreichert. Direkt im Anschluß erfolgen Aufnahmen mit einer Kamera, welche über Ihrem Kopf/ Hals/ Brustbereich positioniert wird. Die Aufnahmezeit beträgt etwa 20 Minuten. Ggf. wird vorher ein Schilddrüsenszintigramm durchgeführt (Injektion, anschließend 10 Minuten Wartezeit und dann 10 Minuten Aufnahmen). Frühestens nach 2 Stunden erfolgen die Spätaufnahmen der Kopf/Hals Brustregion (wiederum ca. 20 Minuten). Zwischenzeitlich wird noch eine Rotationsaufnahme der Halsregion angefertigt, dabei rotieren unsere 2 Kameraköpfe um Ihren Körper und ermöglichen uns 3-dimensionale Bilder anzufertigen. Diese Aufnahmen dauern ca. 20 Minuten.
Die Strahlenbelastung beträgt 5 mSv, das ist etwa halb soviel wie bei einer Computer-tomographie des Bauch- oder Brustbereiches bzw. doppelt so hoch wie die natürliche jährliche Strahlenbelastung. Die verwendete Substanz wird gut vertragen.
Frühestens nach 2 Stunden werden Spätaufnahmen im Liegen durchgeführt. Dabei gleitet eine große Kamera ca. 30 Minuten über Ihren ganzen Körper. Ggf. sind weitere Einzelaufnahmen nötig.
Die Auswertung erfolgt nach Anfertigung aller Aufnahmen. Die Daten werden im Netz des Klinikum Osnabrück gespeichert und sind dadurch auch zu späteren Zeitpunkten bei Verlaufsuntersuchungen wieder abrufbar. Der schriftliche Befund wird Ihrem Arzt – gern auch per Fax – zugeschickt.

Vorbereitung:

  • Planen Sie für die Untersuchung gut 3 Stunden ein
  • Sie müssen nicht nüchtern sein
  • Bringen Sie bitte alle Voruntersuchungen (Befunde von Szintigraphien, Röntgen/ CT-Ultraschallbilder oder Befunde) mit
  • Ihre Medikamente nehmen Sie bitte unverändert ein. Sollten Sie zusätzliche Schmerzmittel als Bedarfsmedikation besitzen, bringen Sie diese zur Untersuchung unbedingt mit.
NIERENFUNKTIONSSZINTIGRAPHIE

Zweck der Untersuchung:
Bei der Nierenfunktionsszintigraphie werden Funktionsbilder der beiden Nieren dargestellt. Dabei kann sowohl die Durchblutung als auch der Urinabfluß für beide Nieren einzeln beurteilt werden.

Ablauf der Untersuchung:
Damit die Nieren gut arbeiten, trinken Sie bitte direkt vor Untersuchungsbeginn mindestens 500 ml Mineralwasser. Dann wird eine geringe Menge einer radioaktiven Substanz über einen venösen Zugang gespritzt. Diese Substanz wird zügig über die Nieren ausgeschieden. Nach 20 min erhalten Sie ggf. ein harntreibendes Medikament (Lasix) erneut über den Zugang bespritzt, um den Harnabfluß weiter zu stimulieren. Die Strahlenbelastung beträgt 0,8 mSv, das entspricht einer Zehntel Bauch-Computertomographie bzw. etwa der Hälfte der natürlichen jährlichen Strahlenbelastung. Die verwendeten Substanzen werden gut vertragen, allergische Reaktionen sind extrem selten.

Direkt mit der Injektion erfolgen die Aufnahmen im Liegen. Dabei sind Aufzeichnungszeiten von 20 bis 40 Minuten nötig. Gegebenenfalls erfolgen Blutentnahmen aus einem weiteren venösen Zugang.
Die Auswertung erfolgt nach Anfertigung aller Aufnahmen. Die Daten werden im Netz des Klinikum Osnabrück gespeichert und sind dadurch auch zu späteren Zeitpunkten bei Verlaufsuntersuchungen wieder abrufbar. Der schriftliche Befund wird Ihrem Arzt zugeschickt.

Vorbereitung:

  • Planen Sie für die Untersuchung gut 1 Stunde ein
  • Sie müssen nicht nüchtern sein
  • Bringen Sie bitte alle Voruntersuchungen (Befunde von Szintigraphien, ggf. Ultraschallbefunde)
  • Wenn möglich erfragen Sie beim überweisenden Arzt Ihren letzten Kreatinin-Wert und bringen diesen zur Untersuchung mit.
  • Ihre Medikamente nehmen Sie bitte unverändert ein. Sollten Sie zusätzliche Schmerzmittel als Bedarfsmedikation besitzen, bringen Sie diese zur Untersuchung unbedingt mit.
  • Die Nuklearmedizin erreichen sie durch den Haupteingang, indem Sie sich rechts halten und der Ausschilderung „Radiologie“ bzw. „Nuklearmedizin“ im Erdgeschoß folgen. Bitte klingeln Sie an der gekennzeichneten Tür
  • Eventuell ist es nötig, Ihr Kind für diese Untersuchung zu sedieren. Bitte setzten Sie sich deshalb unbedingt vorher mit uns telefonisch in Verbindung (Telefon: 0541 – 405 7601).
SCHILDDRÜSEN-SZINTIGRAPHIE

Zweck der Untersuchung:
Die Schilddrüse reguliert den Schilddrüsen-Stoffwechsel. Hierbei kann es sowohl zu Über- als auch zu Unterfunktionen kommen. Bei der Schilddrüsen-Szintigraphie werden Aktivitätsbilder von stoffwechselaktivem Schilddrüsengewebe dargestellt. Es ermöglicht uns, die regionale Funktionsbeurteilung des Schilddrüsengewebes.

Ablauf der Untersuchung:
Es wird eine geringe Menge einer radioaktiven Substanz injiziert, die sich in etwa 10 Minuten in der Schilddrüse anreichert. Direkt im Anschluß erfolgen Aufnahmen mit einer Kamera, welche über Ihrem Kopf/ Hals/ Brustbereich positioniert wird. Die Aufnahmezeit beträgt etwa 10 Minuten.

Die Strahlenbelastung beträgt 0,1 mSv, das ist etwa vergleichbar der Röntgenaufnahme der Lunge. Die verwendete Substanz wird gut vertragen.

Die Auswertung erfolgt nach Anfertigung aller Aufnahmen. Die Daten werden im Netz des Klinikum Osnabrück gespeichert und sind dadurch auch zu späteren Zeitpunkten bei Verlaufsuntersuchungen wieder abrufbar. Der schriftliche Befund wird Ihrem Arzt – gern auch per Fax – zugeschickt.

Vorbereitung:

  • Planen Sie für die Untersuchung 30 Minuten ein
  • Sie müssen nicht nüchtern sein
  • Bringen Sie bitte alle Voruntersuchungen (Befunde von Szintigraphien, Röntgen/ CT-Ultraschallbilder oder Befunde) und Laborbefunde (TSH, Schilddrüsenwerte) mit. 6 Wochen nach der Gabe jodhaltiger Röntgenkontrastmittel ist die Schilddrüsen-szintigraphie nicht möglich.
  • Ihre Medikamente nehmen Sie bitte unverändert ein. Sollten Sie zusätzliche Schmerzmittel als Bedarfsmedikation besitzen, bringen Sie diese zur Untersuchung unbedingt mit.
SKELETT-SZINTIGRAPHIE

Zweck der Untersuchung:
Bei der Knochen-Szintigraphie werden Stoffwechselbilder vom knöchernen Umbau dargestellt.

Ablauf der Untersuchung:
Es wird eine geringe Menge einer radioaktiven Substanz injiziert, die sich über Stunden langsam am Knochen anreichert. Ggf. werden bereits beim Spritzen die ersten Aufnahmen angefertigt.

Die nicht benötigte Substanz wird über die Nieren wieder ausgeschieden. Deshalb trinken Sie während der Einwirkzeit bitte 1 Liter Flüssigkeit (keine Milch), um Ihre Strahlenbelastung zu senken und die Aufnahmequalität zu verbessern.

Die Strahlenbelastung beträgt 4 mSv, das ist etwa halb soviel wie bei einer Computer-tomographie des Bauch- oder Brustbereiches bzw. doppelt so hoch wie die natürliche jährliche Strahlenbelastung. Die verwendete Substanz wird gut vertragen.

Frühestens nach 2 Stunden werden Spätaufnahmen im Liegen durchgeführt. Dabei gleitet eine große Kamera ca. 30 Minuten über Ihren ganzen Körper. Ggf. sind weitere Einzelaufnahmen nötig.

Die Auswertung erfolgt nach Anfertigung aller Aufnahmen. Die Daten werden im Netz des Klinikum Osnabrück gespeichert und sind dadurch auch zu späteren Zeitpunkten bei Verlaufsuntersuchungen wieder abrufbar. Der schriftliche Befund wird Ihrem Arzt zugeschickt.

Vorbereitung:

  • Planen Sie für die Untersuchung gut 4 Stunden ein
  • Sie müssen nicht nüchtern sein
  • Bringen Sie bitte alle Voruntersuchungen (Befunde von Szintigraphien, Röntgen/ CT-Bilder oder Befunde) mit
  • Ihre Medikamente nehmen Sie bitte unverändert ein. Sollten Sie zusätzliche Schmerzmittel als Bedarfsmedikation besitzen, bringen Sie diese zur Untersuchung unbedingt mit.
SLN–SZINTIGRAPHIE (DARSTELLUNG DES WÄCHTERLYMPHKNOTENS)

Zweck der Untersuchung:
Bei der SLN-Szintigraphie handelt es sich um die präoperative Markierung des Wächterlymphknotens (Sentinel Lymph Node), der als erster Lymphknoten im Abflussgebiet eines bösartigen Tumors eine wichtige Funktion für die Beurteilung einer Metastasierung in weitere Lymphknoten besitzt.
Diese Untersuchung ist vor allem bei folgenden Tumoren angezeigt, sofern klinisch und mit anderen bildgebenden Verfahren (Ultraschall, CT, MRT oder PET) eine Lymphknotenmetastasierung unwahrscheinlich ist:

  • Mammakarzinom (Brustkrebs)
  • Malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs)

Der Nutzen der SLN-Szintigraphie, die im engen zeitlichen Zusammenhang mit der Operation des Tumors durchgeführt werden sollte, ist die Reduktion der Anzahl zu entfernender Lymphknoten. Neben einer geringeren Ausdehnung des Operationsgebietes und der notwendigen Operationszeit ist besonders die vollständige und wesentlich genauere histologische Aufarbeitung der wenigen entnommenen Lymphknoten von Vorteil.

Ablauf der Untersuchung:
Es wird eine geringe Menge einer radioaktiven Substanz um den Tumor injiziert, die innerhalb der nächsten Stunden über das Ly mphgefäßsystem abtransportiert wird. In dieser Zeit werden wiederholt Aufnahmen angefertigt. Sobald die Lage des Sentinel bekannt ist, wird diese ggf. auf der Haut markiert, um am gleichen oder auch am Folgetag intraoperativ aufgesucht werden zu können.

Die Auswertung erfolgt nach Anfertigung aller Aufnahmen. Die Daten werden im Netz des Klinikum Osnabrück gespeichert und sind dadurch auch zu späteren Zeitpunkten bei Verlaufsuntersuchungen wieder abrufbar. Der schriftliche Befund wird Ihrem Arzt zugeschickt.

Vorbereitung:

  • Planen Sie für die Untersuchung gut 2,5 Stunden ein
  • Sie müssen nicht nüchtern sein
  • Bringen Sie bitte alle Voruntersuchungen (Befunde von Szintigraphien, Röntgen/ CT-Bilder oder Befunde) mit
  • Ihre Medikamente nehmen Sie bitte unverändert ein. Sollten Sie zusätzliche Schmerzmittel als Bedarfsmedikation besitzen, bringen Sie diese zur Untersuchung unbedingt mit.
SOMATOSTATINREZEPTOR(OCTREOTID)-SZINTIGRAPHIE

Zweck der Untersuchung:
Mit der Somatostatinrezeptor(Octreotid)-Szintigraphie kann der Besatz an Oberflächenstrukturen (sog. Somatostatinrezeptoren) auf speziellen Tumoren des Magen-Darm-Traktes (sog. neuroendokrinen oder gastro-entero-pankreatischen (GEP)-Tumoren) dargestellt werden. Damit können der Primärtumor und Metastasen erkannt und die Möglichkeit einer Therapie mit Octreotid (sog. Sandostatin), oder radioaktiv markiertem Octreotid (Y90-DOTATOC) abgeschätzt werden.
Diese Untersuchung kann unter anderem bei folgenden Fragestellungen angezeigt
sein:

  • Lokalisationsdiagnostik bei GEP-Tumoren (z.B. Karzinoid, Gastrinom, Insulinom)
  • C-Zellkarzinom der Schilddrüse, Merkelzelltumor
  • Differentialdignose Meningeom versus Neurionom

Ablauf der Untersuchung:
Nach ausführlicher Aufklärung durch einen Arzt wird eine Spur einer radioaktiven Substanz in die Vene injiziert. Die Substanz wird über mehrere Stunden langsam an den Somatostatinrezeptoren angereichert und über die Nieren und den Dickdarm wieder ausgeschieden. Während der Untersuchung sollen Sie bitte mindestens 1 Liter Mineralwasser trinken und häufig die Harnblase entleeren. Dadurch wird die Aufnahmequalität verbessert. Die Strahlenbelastung ist vergleichbar mit einer Computertomographie. Die verwendete Substanz wird sehr gut vertragen, allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Die Aufnahmen werden im Liegen durchgeführt. Sie erfolgen mit einer großen Kamera, die über Ihren ganzen Körper gleitet. Außerdem erfolgen Rotationsaufnahmen über besonders interessanten Regionen.
Die Auswertung erfolgt nach Anfertigung aller Aufnahmen. Die Daten werden im Netz des Klinikum Osnabrück gespeichert und sind dadurch auch zu späteren Zeitpunkten bei Verlaufsuntersuchungen wieder abrufbar. Der schriftliche Befund wird Ihrem Arzt zugeschickt.

Vorbereitung:

  • Sie müssen nicht nüchtern sein
  • Sandostatin muss 24 Stunden vor der Untersuchung abgesetzt werden.
  • Planen Sie für die Untersuchung insgesamt 2 Tage ein, da Spätaufnahmen 24
  • Stunden nach Injektion regelhaft erforderlich sind. Aufnahmezeit jeweils mindestens 1,5 Stunden.
  • Das Radiopharmakon wird Patientenbezogen (Kosten ca. 800 €) bestellt und ist nicht lagerfähig. Deshalb ist die Termineinhaltung unbedingt erforderlich. Wenn Sie noch Fragen haben, rufen Sie uns gerne
  • Bringen Sie bitte alle Voruntersuchungen (Befunde von Szintigraphien, Röntgen/ CT-Bilder oder Befunde) mit
  • Ihre Medikamente nehmen Sie bitte unverändert ein. Sollten Sie zusätzliche Schmerzmittel als Bedarfsmedikation besitzen, bringen Sie diese zur Untersuchung unbedingt mit.
SZINTIGRAPHIE DER DOPAMINTRANSPORTERDICHTE (DATSCAN)

Zweck der Untersuchung:
Bei dieser Hirn-Szintigraphie kann die Funktionsfähigkeit bestimmter Nervenverbindungen (sog. Dopamin-Transporter) überprüft werden.
Die Untersuchung kann unter anderem bei folgender Fragestellung angezeigt sein:

  • Abgrenzung Parkinsonsyndrome (z.B. M. Parkinson, MSA, PSP) vom essentiellen Tremor

Ablauf der Untersuchung:
Nach ausführlicher Aufklärung durch einen Arzt erhalten Sie zunächst 30 Tropfen Irenat®, um die Schilddrüse zu schützen. Dann wird eine Spur einer radioaktiven Substanz injiziert. Die Substanz reichert sich im Laufe von 4 Stunden in zentralen Hirngebieten an. Die Strahlenbelastung ist vergleichbar mit einer Computertomographie. Die verwendeten Substanzen werden in der Regel gut
vertragen, selten können Nebenwirkungen (z.B. Kopfschmerzen, Schwindel, verstärkter Appetit) auftreten, allergische Reaktionen sind nicht bekannt.
Nach etwa 4 Stunden werden Aufnahmen im Liegen durchgeführt. Sie erfolgen mit
einem Gerät, das sich in ca. 45 Minuten langsam um Ihren Kopf dreht.

Die Auswertung erfolgt nach Anfertigung aller Aufnahmen. Die Daten werden im Netz des Klinikum Osnabrück gespeichert und sind dadurch auch zu späteren Zeitpunkten bei Verlaufsuntersuchungen wieder abrufbar. Der schriftliche Befund wird Ihrem Arzt zugeschickt.

Vorbereitung:

  • Planen Sie für die Untersuchung inklusiv Wartezeit gut 5,5 Stunden ein.
  • Sie müssen nicht nüchtern sein.
  • Bringen Sie bitte alle Voruntersuchungen (Befunde von Szintigraphien, Röntgen/ CT-Bilder oder Befunde) mit.
  • Ihre Medikamente nehmen Sie bitte unverändert ein. Sollten Sie zusätzliche Schmerzmittel als Bedarfsmedikation besitzen, bringen Sie diese zur Untersuchung unbedingt mit.

Informationen

Wie muss ich mir eine Nuklearmedizinische Untersuchung vorstellen?

Vor der Untersuchung findet ein Aufklärungsgespräch mit dem Arzt statt, in dem alle Fragen besprochen werden können.

Bei allen nuklearmedizinischen Untersuchungen wird Ihnen eine geringe Menge einer radioaktiven Substanz (Radiopharmakon) in der Regel in eine Armvene gespritzt. Für manche Untersuchungen ist es notwendig, das Radiopharmakon einzuatmen oder auch unter die Haut zu spritzen.

Die radioaktive Substanz reichert sich nun in dem zu untersuchenden Organ oder Gewebe an und sendet von dort eine geringe Strahlung aus, die mit einer empfindlichen Kamera (Gammakamera) aufgenommen werden kann. Mit Hilfe von Computern wird aus der gemessenen Strahlung ein Bild errechnet, das dann von einem Arzt beurteilt werden kann.

Die Anreicherung der radioaktiven Substanz dauert je nach Organ oder Gewebe unterschiedlich lange. Daher ist die Wartezeit zwischen der Injektion und der Aufnahme je nach Untersuchung sehr unterschiedlich. Sie kann einige Minuten aber auch Stunden dauern. In Einzelfällen ist es notwendig, die Untersuchung an dem folgenden Tage noch fortzusetzen. Den genauen Ablauf Ihrer Untersuchung können Sie aus der entsprechenden Patienteninformation.
Einige Untersuchungen erfordern, dass Sie nüchtern zu uns kommen. Auch dies ist in der Patienteninformation vermerkt.

Wir bemühen uns, schnellst möglich Ihre Aufnahmen zu bearbeiten, so dass der Befund häufig per Fax noch am gleichen Tag bei Ihrem behandelnden Arzt vorliegt.

Ist eine nuklearmedizinische Untersuchung gefährlich oder schmerzhaft?

Die Untersuchungen, die wir durchführen, sind nicht schmerzhaft. Lediglich bei der Injektion des Radiopharmakons kann es zu einem kurzen Stechen kommen, wie Sie es möglicherweise von früheren Blutentnahmen kennen. Bei den Untersuchungen ist oft Stilliegen über eine geraume Zeit notwendig, was manchmal als unangenehm empfunden wird. Wir bemühen uns jedoch, Sie möglichst bequem für die Untersuchung zu lagern. Sollten Sie über Schmerzmittel als Bedarfsmedikation verfügen, bringen Sie diese bitte zur Untersuchung mit.

Ist eine nuklearmedizinische Untersuchung mit einer Strahlenbelastung verbunden?

Jede nuklearmedizinische Untersuchung ist mit einer Strahlenbelastung verbunden. Diese ist jedoch in der Regel gering und mit der von Röntgenaufnahmen oder Computertomographien zu vergleichen.
Eine Schädigung des Patienten oder der Umgebung durch die Strahlungen tritt nicht auf. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften der Strahlungen ist nach kurzer Zeit bereits ein Großteil der anfänglich injizierten Aktivität abgeklungen.

Bei der nuklearmedizinischen Untersuchung handelt es sich um keine Strahlentherapie, sondern lediglich um eine diagnostische Untersuchung!

Unverträglichkeiten, wie Sie es vielleicht von Röntgenkontrastmitteln gehört haben, sind extrem selten.
Falls bei Ihnen Allergien vorliegen, informieren Sie uns bitte vor der Untersuchung.

Kann ich während einer Schwangerschaft untersucht werden?

Falls bei Ihnen die Möglichkeit einer Schwangerschaft besteht, können wir die Untersuchung leider nicht durchführen, da auch geringste Strahlenbelastungen vom Fötus ferngehalten werden sollen.

Muss ich beim Stillen etwas beachten?

Gegebenenfalls sollten Sie das Stillen für eine bestimmte Zeit unterbrechen (in der Regel 48 Stunden), da radioaktive Stoffe in die Muttermilch übergehen können. Einzelheiten dazu bespricht Ihr untersuchender Arzt gerne auch vorab telefonisch mit Ihnen.

Kann mein Kind bedenkenlos untersucht werden?

Da die nuklearmedizinischen Untersuchungen in der Regel keinerlei Schmerzen verursachen ist es gut möglich, Kinder zu untersuchen. Die Strahlenbelastung für Ihr Kind ist vergleichbar mit der einer Röntgenuntersuchung. Die Dosierung der radioaktiven Substanz wird dabei an das Körpergewicht Ihres Kindes angepasst. Die Einverständniserklärung eines Elternteils ist bei allen Untersuchungen bis zu einem Alter von 18 Jahren notwendig.

Da einige Untersuchungen Aufnahmezeiten von über 15 Minuten erfordern, rufen Sie uns gern vorab an, damit wir eine eventuell notwendige Sedierung für Ihr Kleinkind individuell planen können.

Bitte beachten Sie:

Nahezu alle nuklearmedizinischen Verfahren sind sehr gut planbar. Dadurch lassen sich Wartezeiten vor Untersuchungsbeginn für unsere Patienten auf ein Minimum reduzieren. Wir bitten daher um Verständnis, dass Termine in unserer Abteilung nur nach Voranmeldung vergeben werden.

Sämtliche nuklearmedizinische Leistungen können ambulant durchgeführt werden. Um dieses Angebot gewährleisten zu können, hat die Nuklearmedizin gemeinsam mit der Onkologie, der Dermatologie und der Allgemeinmedizin und der Chirurgie das „MVZ Klinikum Osnabrück“ gegründet.
Die Patienten benötigen für die ambulante Behandlung lediglich einen Überweisungsschein für das MVZ, Abteilung Nuklearmedizin.