Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie

Leistungen

Orthopädische Chirurgie
Den Schwerpunkt bildet hier die Endoprothetik mit dem Ersatz von Hüft-, Knie-Schulter, Ellenbogen- und Sprunggelenken, ca. 600 Eingriffe pro Jahr. Dabei verwenden wir moderne Implantate, die entweder in den Knochen einzementiert werden oder aufgrund ihrer speziellen Oberfläche auch zementfrei einheilen.
Ein wesentlicher Fortschritt ist dabei der Einsatz von computergesteuerten
Navigationssystemen, die zu einer höheren Präzision beim Einbau von künstlichen Knie- und Hüftgelenken führen. Sie zeigen dem Operateur exakte Meß- und Schnittpunkte, führen jedoch selbst keine aktiven Maßnahmen durch.

Wegen des bei einem künstlichen Gelenkersatz auftretenden Blutverlustes bieten wir die Möglichkeit der Eigenblutspende zur Vermeidung einer Infektion durch fremde Blutkonserven.

Bei der Hüft- und Kniegelenkendoprothetik bietet die von uns in vielen Fällen eingesetzte minimal-invasive Operationstechnik den Vorteil des schonenden Zugangs, des geringeren Blutverlustes, kürzerer Krankenhausaufenthalte und schnellerer Rehabilitation.

Im Bereich der Tumorchirurgie steht die Stabilisierung der betroffenen Knochen bei gleichzeitiger Tumorausräumung im Vordergrund. Für diese meist aufwendigen Operationen stehen uns spezielle Tumorprothesen zur Verfügung.

Bei Knorpel-/Knochendefekten führen wir die Knorpel-Knochenverpflanzung an Knie- und Sprunggelenk (auch bei Osteochondrosis dissecans) durch sowie die Knorpelzelltransplantation von körpereigenen, im Labor auf einer Matrix vermehrten Knorpelzellen durch.

Die Kallusdistraktion zur Knochenverlängerung bzw. zum Ersatz von Knochendefekten (Ilizarow) kommt in unterschiedlichen Techniken zur Anwendung.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Korrektur von verbliebenen oder angeborenen Knochenfehlstellungen der Beine (X-Bein, O-Bein, Drehfehler) und der Hüftpfannen. Mit modernen Osteotomieverfahren sind viele dieser Fehlstellungen zu beseitigen.

Die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie ist als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZmax) von den orthopädisch-unfallchirurgischen Fachgesellschaften zertifiziert.

Arthroskopische Operationen
Arthroskopien (Gelenkspiegelungen) und arthroskopische Operationen (z.B. Kreuzbandersatzplastik, Meniskusentfernung, Knorpelglättung, Entfernung freier Gelenkkörper usw.) des Knie-, Schulter- und Sprunggelenkes, des Hüftgelenkes sowie des Ellenbogen- und Handgelenkes sind fester Bestandteil unseres Aufgabenspektrums. Diese minimal-invasiven Operationen sind sehr schonend, können häufig ambulant erfolgen und führen zu einer kurzen Behandlungszeit.

Knorpelchirurgie
Bei Knorpelschäden meist junger Patienten durch Unfälle oder bei Durchblutungsstörungen (Osteochondrosis dissecans) bzw. lokalen degenerativen Veränderungen werden stadiengerecht alle Möglichkeiten der Knorpelchirurgie eingesetzt. Im Bedarfsfall transplantieren wir Knorpel-Knochenzylinder oder auch körpereigene, im Labor vermehrte Knorpelzellen.

Minimal-invasive Wirbelsäulenchirurgie
Dieses ganz neue, besonders schonendes Verfahren der Wirbelsäulenchirurgie wird von uns bei Wirbelbrüchen und Krebsmetastasen in der Wirbelsäule eingesetzt. Die Operation wird dabei mit Hilfe von Videokameras und Spezialinstrumenten durch kleine Hautschnitte vorgenommen, anstelle der bisher notwendigen ausgedehnten Durchtrennungen von Haut und Muskulatur. Die sehr viel schnellere Erholung der Patienten nach dem Eingriff ist beeindruckend.

Kyphoplastie
Für Patienten mit Wirbelbrüchen durch Osteoporose, aber auch mit tumorösen Veränderungen im Wirbelkörper, bieten wir die Aufrichtung und Stabilisierung dieser Wirbel mit Knochenzement als minimal-invasiven Eingriff an. Dies ermöglicht eine sofortige Belastungsfähigkeit. Einzelheiten erläutert die Patienteninformation Kyphoplastie.

Kinderorthopädie
Die Kinderorthopädie ist ein Spezialgebiet der Orthopädie, das sich mit angeborenen und erworbenen Deformitäten und Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Kindern und Jugendlichen beschäftigt.
Der Begriff „Orthopädie“ geht auf kindliche Deformierungen und deren Korrektur zurück. Anfangs wurden in orthopädischen Heilanstalten oft über Monate Kinder mit Fehlstellungen, wie Klumpfuß oder Skoliose, behandelt. Bereits im Altertum wurden kinderorthopädische Therapien vorgeschlagen, die sich teilweise heute noch – mit neuartigerem Material – wieder finden. So geht die Klumpfuß-Redression auf Hippokrates zurück, damals mit Papyrusstreifen.

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts beschäftigte sich die gesamte Orthopädie vor allem mit Kindern und Jugendlichen. Im 20. Jahrhundert lag der Schwerpunkt auf der Behandlung der Folgeschäden der Poliomyelitis und der Knochentuberkulose. Erst mit Aufkommen der Erwachsenen-Orthopädie, u. a. mit der Möglichkeit des Gelenkersatzes, gerieten die Kinder und Jugendlichen in die Minderheit. In der Folge setzte sich eine Spezialisierung zur Kinderorthopädie durch.

Wir versorgen Kinder jeden Alters, vom Säugling bis zum jungen Erwachsenen.
Um eine optimale Behandlung planen zu können, sind häufig mehrere Untersuchungen erforderlich. Hierbei bedienen wir uns moderner Diagnostik: Der  Sonographie der Extremitäten, der Säuglingshüftsonographie, einer digitalen Röntgendiagnostik, der Kernspinntomographie und führen eine ausführliche klinische Untersuchung durch.
Das operative  Spektrum erstreckt sich von der Versorgung am Becken und an den Hüften über Korrekturen der Beinachsen bis zu kleinen oder großen Korrekturen der Füße. Auch führen wir Korrekturen auf verschiedenen Körperhöhen gleichzeitig in einer Sitzung durch, um z.B. eine Mobilität wieder zu ermöglichen.

 

Erkrankungen des Hüftgelenks, wie

  • Hüftdysplasie und Hüftluxation
  • Hüftkopfabrutsch (Epiphyseolysis capitis femoris)
  • Morbus Perthes
  • entzündliche Hüftgelenkserkrankungen (Coxitis fugax, eitrige Coxitis)

Die Hüftsonographie zur Diagnostik von angeborenen Hüfterkrankungen bzw. Hüftreifungsstörungen wird standardmäßig durchgeführt.
Eine konservative Therapie durch Abspreiz- und Beugebehandlung ist bei der Hüftdysplasie im Säuglingsalter oft zielführend.
Teils bedürfen die Erkrankungen der Hüfte jedoch einer operativen Therapie, die wir hier schwerpunktmäßig durchführen. Dazu gehören Umstellungsoperation an der Hüfte, die sowohl Pfannen-seitig als auch Hüftkopf-seitig sein können.
Die operative Nachbehandlung kann mitunter aus einer Gipsruhigstellung bestehen.
Die anschließende Re-Mobilisation oder die sofortige postoperative Mobilisation wird von unserer speziell geschulten physiotherapeutischen Abteilung in Einzeltherapien begleitet.

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Abb. 1: M. Perthes bds. mit operativer Hüft-Umstellung links


Abb. 2: Epiphyseolysis capitis femoris rechts mit hochgradigem Abrutsch. - offene Wiedereinstellung der re. Hüfte und temporäre Verschraubung der linken

Abb. 2: Epiphyseolysis capitis femoris rechts mit hochgradigem Abrutsch. – offene Wiedereinstellung der re. Hüfte und temporäre Verschraubung der linken

 

Kindliche Fußdeformitäten, wie

  • Klumpfuß
  • Sichelfuß
  • Knicksenkfuss
  • Plattfuß
  • Hohlfuß

Der Klumpfuss kann beim Kleinkind durch Gipsredressionen in Ponsetti-Technik behandelt werden. Anschließend wird in einer kleinen Operation die Achillessehne perkutan (durch die Haut) mit einem kleinen Schnitt verlängert.  Auch Sichelfüsse oder Knicksenkfüsse können im frühen Alter durch Gipsbehandlungen redressiert oder stabilisiert werden.

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Abb. 3: Klumpfuss-Gipsredression in Ponsettitechnik, anschließende Schienenversorgung

 

Beim jüngeren Kind (2-5 Jahre) sind bei ausgeprägten Befunden operative Korrekturen manchmal unumgänglich. Beim Klumpfuss oder Klumpfussrezidiv sind die Strukturen schon sehr verfestigt, so dass ein operatives peritalares Release hier oft zielführend ist.  Auch Sehnenversatz- oder Sehnenverlängerungsoperationen, die je nach Fussdeformität unterschiedliche Sehnen betreffen, kommen hier bei der operativen Versorgung von Klumpfüssen, Sichelfüssen und Hohlfüssen zum Einsatz.
Ausgeprägte Deformitäten bedürfen auch knöcherner Korrekturen – Resektion von Coalitiones (angebohrene Knochenverbindungen), Umstellungen des Rückfusses mit Verschiebungen oder Verlängerungen des Fersenbeins, Keilosteotomien im Mittelfuss- oder Fusswurzelbereich, korrigierende Versteifungen des Rückfusses.

Abb. 4: Klumpfussrezidiv links im Alter von 3 Jahren. Versorgung durch ein peritalares offenes Release, temporäre K-Draht-Fixation. Verlaufskontrolle

Abb. 4: Klumpfussrezidiv links im Alter von 3 Jahren. Versorgung durch ein peritalares offenes Release, temporäre K-Draht-Fixation. Verlaufskontrolle

Abb. 4: Klumpfussrezidiv links im Alter von 3 Jahren. Versorgung durch ein peritalares offenes Release, temporäre K-Draht-Fixation. Verlaufskontrolle

Zeigt sich bei Knicksenkfüssen im Wachstumsverlauf keine Stabilisierung, werden sie zu einem Zeitpunkt zwischen 6 und 12 Jahre, je nach Befund, z.B. mit einer Schraube versorgt, die den Rückfuss stabilisiert, häufig in Kombination mit einer Achillessehnenverlängerung. Die Schraube wird später wieder entfernt (temporäre Arthrorhise).

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Abb 5.: Knicksenkfussversorgung mit einer subtalaren Schraubenarthrorhise plus Achillessehnenverlängerung, regelrechte Korrektur der Rückfuss- zur Vorfußachse

Alle Füsse bedürfen ihrer ausführlichen Diagnostik und individuellen Therapieplanung.

Erkrankungen des Gelenkknorpels, wie

  • Osteochondrosis dissecans
  • Mensikopathien (z.B. Scheibenmeniskus) werden durch arthroskopische Verfahren behandelt.  Hier kommen Operationen am Meniskus i.S. einer Meniskuswiederherstellung oder Meniskusnaht zum Einsatz. Osetochondrale Defekte werden arthroskopisch gestützt retrograd angebohrt, um hier wieder ein Knochwachstum zu induzieren. Auch Knorpel-/Knochen-Transfers können erforderlich werden.

Beinachsendeformitäten wie

  •  X und O – Beine
  • Beinlängenunterschiede
  • Rotationsfehlstellungen
  • Streckdefizite, Beugekontrakturen – häufig bei Spastiken

Die Beinachsen und Beinlängen werden zunächst exakt klinisch und radiologisch vermessen, sowie das noch zu erwartende Restwachstum ermittelt.
Wenn die Möglichkeit besteht, kann bei noch offenen Wachstumsfugen sehr elegant durch ein vorübergehendes Anhalten der Wachstumsfugen (temporäre Epiphyseodese) das Wachstum gelenkt werden. Zum Einsatz kommen hierfür kleine Implantate. Wir verwenden eight-plates oder Blount-Klammern. Sind die Beinachsen durch das weitere Wachstum wieder gerade, werden die Implantate entfernt.

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Abb. 6: temporäre Epiphyseodese mittels eight-plate zur Lenkung der Wachstumsfuge und Ausgleich der Beinachse

Sind die Wachstumsfugen geschlossen, werden Achskorrekturen durch Umstellungsosteotomien durchgeführt. Diese werden häufig oberhalb (suprakondylär) des Kniegelenks oder am Unterschenkel (proximal tibial) durchgeführt. Zum Einsatz kommen hier meistens winkelstabile Platten- oder Winkelplatten Implantate.
Bei Rotationsfehlstellungen werden Drehkorrekturen des Unterschenkels, des Oberschenkels oder der Hüfte durchgeführt. Dieses kommt häufig bei Spastiken vor . Der Ort der Korrektur hängt von der Lokalistaion der Fehlstellung ab.
Streckdefizite der großen Gelenke (ebenfalls häufig bei Spastiken) werden wenn möglich weichteilig z.B. durch Sehnenverlängerungen behandelt. Diese können auch an mehreren Orten in einer Sitzung erforderlich werden.  Reicht dieses nicht aus, kann knöchern durch eine Umstellung eine solche Wiederherstellung z.B. der Beinsteckung erfolgen.

Das Rapid Recovery Programm – Rasche Genesung nach Hüft- und Knie-TEP

Radio Osnabrück Mitschnitt zum Thema Rapid Recovery

 

Der Patient im Mittelpunkt der Behandlung

Sie als Patient stehen im Mittelpunkt des Rapid Recovery Programms und sind aktiver Partner Ihres Behandlungsprozesses. Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden stehen bei allen Elementen des Programms im Vordergrund. Schon einige Tage vor dem Eingriff werden Sie durch das krankenhauspersonal intensiv geschult. Diese Form der Information und Aufklärung soll Ängste reduzieren und somit bestmögliche Behandlungsresultate ermöglichen. Von Beginn an lernen Sie, wie Sie durch aktives Mitwirken Ihren Behandlungsverlauf positiv mitgestalten und so Verantwortung für Ihre Genesung übernehmen können.

Das Klinikum Osnabrück bietet als erstes Krankenhaus in Niedersachsen das Rapid Recovery Programm an.

Rapid Recovery als Qualitätssystem

Jede Krankenhausbehandlung besteht aus verschiedenen Elementen, die sich zu einem Behandlungsprozess zusammenfügen. Im Rapid Recovery Programm wird auf die Qualität der einzelnen Elemente des Prozesses besonderen Wert gelegt. Sämtliche Behandlungsschritte werden auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt und sind für sie nachvollziehbar. Alle am Genesungsprozess beteiligten Fachgruppen (Ärzte, Pflege, Physiotherapie, Sozialdienst,…) arbeiten bei Rapid Recovery besonders eng zusammen und stimmen sich regelmäßig über den Verlauf Ihrer Genesung ab.

Wir möchten, dass Sie bestmöglich versorgt werden. Deshalb haben wir sämtliche Schritte im Behandlungsprozess standardisiert. So wissen Sie stets, was auf Sie zukommt. Das Behandlungsteam kann darüber hinaus alle Ressourcen möglichst optimal planen und einsetzen. Bei Bedarf können wir auf diese Weise auf individuelle Anforderungen besonders gut eingehen. Die im Rapid Recovery Programm etablierten medizinisch-pflegerischen Standards entsprechen dem neuesten Stand. Das Rapid Recovery-Netzwerk ermöglicht unseren Ärzten, Pflegern und Physiotherapeuten einen internationalen Austausch. So profitieren unsere Patienten von aktuellem Knowhow rund um die Versorgung von Hüft- und Kniegelenkersatzpatienten.

Folgende Punkte sind im Rapid Recovery-Prozess für die Behandlung von Hüft- und Knie-TEP-Patienten klar definiert:

  • Behandlungsprotokolle für alle beteiligten Berufsgruppen
  • Schmerzprotokolle
  • Wundmanagement (Beurteilung und Behandlung des operierten Körperareals)
  • Verweildauer im Krankenhaus
  • Physiotherapie
  • Entlassung nach Hause oder in die Rehabilitation

Wir informieren Sie über jeden Behandlungsschritt. So können Sie mit realistischen Erwartungen auf Ihre Operation zugehen und sich auf die Zeit danach vorbereiten.

Gut informiert: Patientenschule

Sie können aktiv an Ihrer Genesung mitwirken. Die Rapid Recovery-Patientenschule wurde eingerichtet, um Patienten vor einer Knie- oder Hüft-TEP Operation umfassen zu informieren. Im Rahmen einer ambulanten Vorstellung in der Sprechstunde hat Ihr Arzt zu einer Operation geraten. Steht Ihr OP-Termin fest, laden wir Sie ca. 7 Tage vor dem Eingriff zu einem Informationstag, der sogenannten „Patientenschule“, ein. Hier informieren wir Sie ausführlich über den gesamten Behandlungsweg, der Sie vor, während und nach der Operation erwartet. Die Patientenschule dauert etwa drei Stunden. Nehmen Sie diesen wichtigen Termin gemeinsam mit einem Begleiter Ihres Vertrauens wahr. Sie lernen bei dieser Veranstaltung das Team kennen, welches für Ihre Behandlung zuständig ist. Operateur, Anästhesist, das Pflegepersonal, die Physiotherapeuten und der Sozialdienst stellen sich vor und klären Sie über die jeweiligen Behandlungsschritte in Bezug auf Ihre Bevorstehende Operation auf. Darüber hinaus lernen Sie bereits praktische Übungen kennen und erhalten Verhaltenstipps, die sie nach der Operation durchführen und beachten sollten, um schnell wieder aktiv und schmerzarm am alltäglichen Leben teilnehmen zu können. Während der Patientenschule haben Sie die Möglichkeit all Ihre Fragen zu stellen und uns auch Ihre Bedenken mitzuteilen, welche Sie im Vorfeld Ihrer Behandlung beschäftigen. Zudem lernen Sie bereits etwa drei andere Patienten kennen, die in der gleichen Woche wie Sie operiert werden und en Weg zur Genesung ein Stück weit mit Ihnen gemeinsam gehen. Im Anschluss an die Patientenschule klären Sie die Ärzte (Operateur und Anästhesist), das Pflegepersonal, der Physiotherapeut inkl. Gangschule individuell zur Operation und dem Behandlungsablauf auf und Sie werden sozialmedizinisch beraten (z. B. zu Rehabilitationsmaßnahmen).

Coachprinzip und Gruppendynamik

Bereits während der Patientenschule sollten Sie einen Begleiter (Partner, Verwandten, Freund) mitbringen, der Sie als „Coach“ vor, während und nach Ihrer Behandlung unterstützt und motiviert. Genauso wie Sie wird Ihr Begleiter intensiv geschult und informiert. So kann er Ihnen während der gesamten Zeit rund um den Eingriff unterstützend zur Seite stehen. Bereits im Rahmen der Patientenschule haben Sie andere Patienten kennen gelernt. Nach der Operation treffen Sie sie im Rapid Recovery-„Wohnzimmer“ wieder. Dort halten Sie sich nach Möglichkeit während des Tages auf, wenn keine Behandlung stattfindet. Gemeinsam mit anderen Patienten nehmen Sie im Rapid Recovery-„Wohnzimmer“ die Mahlzeiten ein. Ebenso können Sie sich austauschen und gegenseitig motivieren und unterstützen. Dieser Austausch soll Ihnen helfen, schnell wieder mobil zu werden.

Geplante Entlassung

Ihre Entlassung wird bereits vor der Aufnehme ins Krankenhaus gemeinsam mit allen beteiligten Fachgruppen geplant und organisiert. Etwa eine Woche nach der Operation können Sie das Krankenhaus entweder zur Rehabilitation oder nach Hause mit regelmäßiger Physiotherapie verlassen. Durch die rechtzeitige Planung wird sichergestellt, dass es zu keinen vermeidbaren Verzögerungen in Ihrem Behandlungsablauf kommt. Ziel ist es, Sie bestmöglich auf die Zeit nach Ihrem Krankenhausaufenthalt vorzubereiten, so dass Sie Ihren Alltag so bald wie möglich wieder selbstständig meistern können.

Bitte sprechen Sie Ihren operierenden Arzt an, ob das Rapid Recovery Programm für Sie geeignet ist.

Mehr Information zum Rapid Recovery Programm finden Sie unter www.rapid-recovery.de

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