Das Department Schlafmedizin ist Teil des Neuromedizinischen Zentrums am Klinikum Osnabrück. Es umfasst ein ambulantes Schlaflabor, ein stationäres Schlaflabor und eine schlafmedizinische Sprechstunde. Das Department arbeitet eng mit der Klinik für Neurologie und neurologische Frührehabilitation, insbesondere der neuromuskulären Ambulanz, dem Bereich Epileptologie, der Ermächtigungsambulanz für Patient*innen in der außerklinischen Intensivpflege (AKI), dem MZEB (Medizinisches Zentrum für Erwachsene mit Behinderung) und dem MVZ Neurologie zusammen.
Je nach Krankheitsbild, Schwere der Erkrankung und spezieller Fragestellung erfolgt die Untersuchung entweder im ambulanten oder im stationären Schlaflabor.
Ein besonderer Schwerpunkt in der stationären Versorgung liegt auf der Diagnostik und Therapie von Atmungsstörungen bei Patient*innen mit neuromuskulären Erkrankungen, d. h. mit Erkrankungen der Muskulatur, des peripheren Nervensystems und der neuromuskulären Übertragung (Myasthenien).
Wichtiger Bestandteil der Schlaflaboruntersuchung ist die kontinuierliche und nicht-invasive Atemgasmessung. Diese ist für die Indikationsstellung und Therapieüberwachung einer maskenbasierten Beatmung bei Patient*innen mit schlafbezogener Hypoventilation oder chronischer hyperkapnischer respiratorischer Insuffizienz unverzichtbar. Sowohl der Beginn als auch die langfristige Betreuung einer solchen Heimbeatmung sind durch uns möglich. Auch Betroffene, die über ein Tracheostoma langzeitbeatmet sind, können hier im Haus zur Anpassung und/oder Optimierung ihrer Beatmungstherapie behandelt werden.
Besondere Kompetenz besteht bei progredienten neuromuskulären Erkrankungen wie amyotropher Lateralsklerose, spinaler Muskelatrophie, Muskeldystrophien sowie metabolischen, mitochondrialen und kongenitalen Myopathien. Für diese Erkrankungen besteht ein überregionales Einzugsgebiet. Gemeinsam mit dem MZEB, der AKI-Ambulanz und der im Klinikum Osnabrück ansässigen Sozialberatung der DGM (Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke) wird eine umfassende Betreuung gewährleistet.
Über die Einleitung oder Überwachung einer Heimbeatmung hinaus können Schluckstörungen, Hustenschwäche und Sekretprobleme diagnostisch wie therapeutisch adressiert werden.
Die Diagnostik und Therapie anderer schlafmedizinischer Krankheitsbilder erfolgt schwerpunktmäßig durch das ambulante Schlafzentrum am Klinikum.