Klinik für Kardiologie, Pulmologie, Nephrologie, Angiologie und Intensivmedizin (Medizinische Klinik I)

Nephrologie und Dialyse

Die Nephrologie ist ein Schwerpunktgebiet der Inneren Medizin, die sich mit dem Gebiet der Nieren- und Hochdruckkrankheiten befasst. Eine Nierenschwäche wird häufig verursacht durch eine über Jahre bestehende Zuckerkrankheit, eine Bluthochdruckerkrankung oder auch durch andere erworbene oder angeborene Erkrankungen.

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Dr. med. Christoph Jüttner
Leitender Arzt der Abteilung Nephrologie
Internist mit Schwerpunkt Nephrologie, Hypertensiologe DHL
Telefon: 0541 405 7301
E-Mail: nephrologie@klinikum-os.de

 

 

Fr.  Sobhana Kunnel
Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie
Telefon: 0541 405 6414
E-Mail: sobhana.kunnel@klinikum-os.de


 

Die Betreuung von akut und chronisch nierenkranken Patienten erfolgt in enger Kooperation mit dem KfH Nierenzentrum, welches sich auf dem Gelände des Klinikums befindet. Das KfH, Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. steht für eine umfassende, uneingeschränkt sichere Versorgung nierenkranker Patienten in Deutschland. Über 7.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen – Ärzte, Pflegekräfte sowie Mitarbeiter in der Logistik und Administration – sind für die Behandlung und Betreuung der Patienten in den über 200 KfH-Behandlungseinrichtungen tätig. Nach Entlassung aus dem Klinikum ist die ambulante Weiterbetreuung von nierenerkrankten Patienten in der Sprechstunde des KfH Nierenzentrums möglich.

Am Klinikum Osnabrück besteht eine eigene Hämodialyseeinheit mit 16 Behandlungsplätzen im stationären Bereich sowie 30 weitere Hämodialyseplätze im KfH Nierenzentrum. Zudem halten wir an beiden Standorten Möglichkeiten zur Durchführung der Bauchfelldialyse vor. Im stationären Bereich bieten wir bei Notwendigkeit auch Plasmaaustauschtherapien oder Immunadsorptionen an. Auf der operativen und medizinischen Intensivpflegestation mit insgesamt 32 Betten führen wir intermittierende und kontinuierliche Nierenersatztherapien durch. Alle genannten Behandlungsverfahren werden von speziell ausgebildeten nephrologischen Fachpflegekräften durchgeführt.

Wir gewährleisten für den ärztlichen und pflegerischen Bereich eine tägliche 24-Stunden-Rufbereitschaft, so dass zu jedem Zeitpunkt, auch unter Notfallbedingungen, eine Nierenersatztherapie, Plasmaaustauschbehandlung, Immunadsorption oder Entgiftungstherapie durchgeführt werden kann.

Kooperationspartner:
KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V.

  • Besondere Schwerpunkte

    • Nierenerkrankungen verschiedener Ursache mit allen Folgestörungen
    • Autoimmun- und Systemerkrankungen wie z.B. mikroskopische Polyangiitis, Morbus Wegener, Lupus erythematodes etc. mit Beteiligung der Nieren
    • Ursachenklärung und Therapie des hohen Blutdrucks, insbesondere wenn Nierenerkrankungen ursächlich verantwortlich sind
    • Intensivmedizinische Behandlung des akuten Nierenversagens durch diverse Nierenersatzverfahren
    • Therapie bei Vergiftungen
    • Vorbereitung und Nachsorge bei Nierentransplantation oder kombinierten Organtransplantationen wie Nieren-/Bauchspeicheldrüsentransplantation bei Diabetes mellitus
  • Diagnostische Verfahren

    • Umfangreiche moderne Labordiagnostik im Zentrallabor unseres Klinikums sowie in kooperierenden Speziallaboratorien
    • Mikroskopische Beurteilung des Urins durch Phasenkontrastmikroskopie
    • Sämtliche Ultraschalluntersuchungen inklusive farbkodierter Duplexsonographie, insbesondere Darstellung der Nieren, Transplantatnieren und harnableitenden Wege, der Nierengefäße und von Dialyseshunts
    • Sonographisch gesteuerte Nierenpunktionen
    • In Kooperation mit der Röntgen- und Strahlenklinik: sämtliche radiologische und nuklearmedizinische Verfahren, z.B. konventionelle Röntgenuntersuchungen, Computertomographie, Kernspintomographie, Angiographie, Gefäßerweiterungen durch Ballonkatheter und Stentimplantationen, z.B. von Nierengefäßen oder Dialyseshunts
    • In Kooperation mit der Klinik für Kardiologie: sämtliche kardiologische Untersuchungen wie Echokardiographie, Langzeitblutdruckmessungen, Langzeit-EKG, Herzkatheter, elektrophysiologische Untersuchungen etc.
  • Therapeutische Verfahren

    • Nierenersatzverfahren: Hämodialyse (Blutwäsche), Hämofiltration, Hämodiafiltration, CVVH-F (kontinuierliche veno-venöse Hämofiltration), CVVH-D (kontinuierliche veno-venöse Hämodialyse)
    • bei blutungsgefährdeten Patienten spezielle Dialyseform mit Blutgerinnungshemmung durch Citrat
    • Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse)
    • Plasmapherese (Plasmaaustauschtherapien)
    • Immunadsorption (Entfernung von Antikörpern aus dem Blut bei Autoimmunerkrankungen)
    • Hämoperfusion zur Entgiftung
    • In Koopertion mit der Klinik für Gefäßchirurgie, vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie: Operative Anlage und Korrektur von Gefäßzugängen für die Dialysebehandlung
    • medikamentöse Therapie nach den aktuellen Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften, z.B. Blutdruck-/Blutzuckereinstellung, Immunsuppression bei Autoimmunerkrankungen, Substitution mit Vitamin D und Erythropoeitin
    • Ernährungsberatung und Diätetik bei Nierenerkrankungen