A + A+ A++

SCHRIFTGRÖSSE ÄNDERN

Zum Ändern der Schriftgröße verwenden Sie bitte die Funktionalität Ihres Browsers. Die Tastatur-Kurzbefehle lauten folgendermaßen:

  • [Strg] - [+] Schrift vergrößern
  • [Strg] - [-] Schrift verkleinern
  • [Strg] - [0] Schriftgröße Zurücksetzen

Klinik für Gefäßchirurgie, vaskuläre- und endovaskuläre Chirurgie

Glossar

Aneurysmata der Arterien der inneren Organe
In seltenen Fällen gibt es Aussackungen der Schlagadern die Milz, Leber, Magen oder Dünndarm mit Blut versorgen. Solche Veränderungen können mittels CT oder Katheterangeographie diagnostiziert werden und die jeweilige Behandlung ist abhängig von Lokalisation und Größe einer solchen Veränderung. In jedem Fall sollten Sie, wenn bei Ihnen eine solche Veränderung diagnostiziert wurde, einen Gefäßchirurgen oder Angiologen aufsuchen um die weiteren Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen.


Aneurysmata der Hirngefäße
Aussackungen der Hirngefäße machen oft zunächst keine Symptome und werden als Zufallsbefund im Rahmen von röntgenologischen Untersuchungen entdeckt. Manche können Blutungen auslösen und sollten deswegen von einem erfahrendem Neuroradiologen oder Neurochirurgen behandelt werden. Sollte bei einem Angehörigen in Ihrer Familie eine solche Aufweitung einer Hirnschlagader diagnostiziert worden sein oder sollte hier schon einmal eine so genannte Hirnblutung vorgelegen haben, sollten sich auch die übrigen Familienangehörigen diesbezüglich untersuchen lassen, da es Familien gibt, in denen solche Erkrankungen gehäuft vorkommen.


Ausschälplastik
Operatives Verfahren zur Entfernung von Ablagerungen in einer Schlagader, z. B. im Bereich der Gefäßgabel in der Leiste oder an der Halsschlagader.


Ballondilatation
Im Rahmen einer Katheterangiographie kann über einen Spezialkatheter ein Ballon in eine Enge einer Schlagader eingeführt werden und vorsichtig soweit aufgeblasen werden, dass die Engstelle danach beseitigt ist.

Bypass
Als Bypass wird eine Kunststoff-Prothese, z. B. PTFE (Gore-Tex®) oder Dacron- Gefäßprothese benutzt oder eine körpereigene Vene. Um eine verschlossene Arterie zu umgehen, muss im Rahmen einer Operation dann der Bypass in der betreffenden Körperregion implantiert werden.


Computertomographie
Röntgenologisches Schnittbildverfahren zur Darstellung verschiedener Körperregionen, z. B. Kopf, Brustraum oder Bauchraum. Hier kann man fast alle Organe des Körpers untersuchen, insbesondere auch die Venen und Arterien nach Gabe von KM.


Katheterangiographie
Hier wird nach Punktion einer Arterie, zum Beispiel in der Leiste oder in der Ellenbeuge, ein schmaler Katheter in die Arterie eingeführt und Röntgen-Kontrastmittel gespritzt, um die Beschaffenheit der Gefäße zu röntgen und Verschlüsse oder Verengungen festzustellen.


MRT
Die Gefäßuntersuchung im MRT, auch MR-Angiographie oder Kernspintomographie genannt, kann durchgeführt werden, um ohne Punktion mit einem speziellem MR- Kontrastmittel Gefäße darzustellen. Dies wird in einer relativ engen Röhre durchgeführt. Ungeeignet ist diese Untersuchung leider für Patienten die Herzschrittmacher tragen. Sollten bei Ihnen Metallimplantate vorliegen oder sollten sie einmal eine Metallsplitterverletzung erlitten haben, würden wir Sie bitten, dem medizinischen Fachpersonal dies vor Durchführung der Untersuchung mitzuteilen.


Phlebographie
Für diese Kontrastmitteluntersuchung der Venen, z. B. am Bein oder am Arm, wird i. B. des Handrückens oder des Fußrückens eine oberflächliche Vene mit einer dünnen Nadel punktiert und dann unter Röntgenkontrolle Kontrastmittel eingespritzt, um den Abfluss über das Venensystem zu verfolgen und zu kontrollieren. Man kann auf diese Weise Thrombosen oder Krampfaderveränderungen genauso untersuchen wie selten vorliegenden Anomalien i. B. des Gefäßsystems.


Stent
Stents sind röhrenförmige Metallgitter die, entweder im Rahmen einer Operation oder einer Katheterangiographie, in eine Gefäßregion unter röntgenologischer Kontrolle eingebracht
werden. Man kann dies tun um ein zuvor mit Ballondilatation erweitertes Gefäß zu stabilisieren oder um eine aneurysmatische Aufweitung einer Schlagadern, z. B. der Bauchschlagader, soweit auszukleiden, dass die erweiterte Bauchschlagader nicht mehr vom Blut durchflossen wird und die Gefahr des Platzens der Schlagader nicht mehr besteht. Diese Stents sind gecovert, d. h. mit einem Kunststoffmantel versehen, so dass sie undurchlässig sind und müssen im Rahmen einer Computertomographie genau ausgemessen werden, damit sie exakt zu den Maßen der betreffenden Schlagader des Patienten passen.


Thorakales Aneurysma der Brustschlagader
Die Schlagader im Brustraum ist natürlicherweise etwas weiter als die Bauchschlagader. Von einer aneurysmatischen Erweiterung, also Aussackung die behandlungsbedürftig ist, spricht man erst von einem Durchmesser ab > 6 cm. Verfahren zur Behandlung eines thorakalen Aortenaneurysmas können eine Stent-Implantation sein oder der operative Aortenersatz.


Ultraschalluntersuchungen
Mit Ultraschall kann man die Beschaffenheit von Gefäßen und den Blutdurchfluss durch Arterien und Venen schmerzfrei und unkompliziert messen.


Y- oder Rohrprothese
Bei Veränderungen der Bauchschlagader kann eine Kunststoff-Prothese aus PTFE oder Dacron im Rahmen einer Op. in Vollnarkose im Bereich der Bauchschlagader und der Beckenschlagadern, oder Oberschenkelschlagadern, implantiert werden.