Klinkum Osnabrück Klinik 2

26.11.2018, Erneuerung nach 25 Jahren

Nach über 25 Jahren im Einsatz hat in diesen Tagen die bauliche und technische Erneuerung der Endoskopieabteilung im Klinikum Osnabrück mit der Sanierung des Durchleuchtungsraumes begonnen. Die bisherige Durchleuchtungsanlage war seit dem Neubau des Klinikum Osnabrück am Finkenhügel in Betrieb und inzwischen in die Jahre gekommen. Mit dieser Erneuerung erfolgt ein weiterer Schritt einer innovativen Modernisierung der Abteilung, die seit einigen Monaten bereits eine Vielzahl neuer endoskopischer Verfahren eingeführt hat. „Die Investition in eine neue hochmoderne Durchleuchtungsanlage ermöglicht es uns in Zukunft noch präzisere Eingriffe insbesondere an den Gallenwegen und der Bauchspeicheldrüse durch zu führen“, freut sich Privatdozent Dr. med. Johannes Rey, Chefarzt der Medizinischen Klinik II über den Beginn der Baumaßnahme. Pünktlich zum neuen Jahr 2019 wird die Anlage in einem rundum erneuerten Eingriffsraum in Betrieb genommen.

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19.10.2018, Einsatz eines neuen Metallstents zur inneren Ableitung von Abszessen

Die Bauchspeicheldrüse ist ein sensibles Organ das wichtige Funktionen für die Regulierungen des Blutzuckers und für die Verdauung übernimmt. Gallensteinleiden oder übermäßiger Alkoholgenuss können zu akuten oder chronischen Entzündungen der Bauchspeicheldrüse mit teils schweren Komplikationen wie Infektionen und Eiteransammlungen (Abszess) im Bauchraum führen.

Im Klinikum Osnabrück gelang es nun mit einem neuartigen Stent eine solche Eiteransammlung in den Magen ab zu leiten. Das Ärzteteam der II. Medizinischen Klinik verwendete dafür einen vollständig beschichteten Metallstent mit einem gegenüber herkömmlichen Verfahren aus Plastik weiteren Innendurchmesser, der mittels innerem Ultraschall (Endosonographie) in den Abszess eingebracht wird. Die Ableitung über den natürlichen inneren Weg kann dabei aufwendige und risikoreiche Operationen mit zusätzlichem Infektionsrisiko vermeiden. Nach Abklingen der Entzündung wird der Stent nach einigen Wochen wieder entfernt.

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13.09.2018, Endoskopie kann bei Schluckstörungen helfen

Schluckstörungen können viele Ursachen haben. Eine endoskopische Spiegelung (Magenspiegelung) zeigt in manchen Fällen eine Aussackung der oberen Speiseröhre im Bereich des Halses (Zenkerdivertikel).

Unsere modernen Verfahren ermöglichen heutzutage statt einer Operation auch eine effektive endoskopische Therapie, bei der eine Spaltung der Aussackung zu einer Verbesserung des Schluckaktes führen kann.

Im Klinikum Osnabrück wird dieses minimal-invasive Verfahren angeboten. Erstmals wurde nun eine besonders große Aussackung erfolgreich behandelt.

Endoskopische Spaltung eines Zenkerdivertikels Endoskopische Spaltung eines Zenkerdivertikels

11.09.2018, Gallengangspiegelung mit Zertrümmerung eines Gallensteins

Erstmals wurde im Klinikum Osnabrück ein im Gallengang eingeklemmter Gallenstein mittels elektrohydraulischer Zertrümmerung (EHL) behandelt.

Mit einem winzigen Endoskop, welches im Rahmen einer Spiegelung im Dünndarm in die Gallenwege eingeführt wird, konnte der Stein dargestellt und mit einer speziellen Sonde direkt zertrümmert werden.

In Fällen in den früher eine Operation drohte, kann heute der Fortschritt der Technik mit diesem minimalinvasiven Verfahren helfen die Operation zu vermeiden.

Eingeklemmter Gallenstein im Gallengang

Zertrümmerung

10.08.2018, Erste Vollwandresektion im Dickdarm.

Erstmals wurde nun im Klinikum Osnabrück eine endoskopische Vollwandresektion (FTRD) erfolgreich durchgeführt. Dieses neuartige endoskopische Verfahren ermöglicht ohne Operation im Rahmen einer Dickdarmspiegelung potentiell bösartige Veränderungen im Dickdarm zu entfernen. Dabei wird in einem Untersuchungsgang ein Teil der gesamten Darmwand herausgeschnitten und gleichzeitig mit einem besonderen Clip verschlossen.

vollwand_resektionDer Clip verschließt die Dickdarmwand. Die Krebsvorstufe ist bereits entfernt.

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