• Fürs Wohlbefinden: Trommeln mit Mario Argandoña und Prof. Dr. Josef Beuth

    Osnabrück, 18.09.2019. Trommeln für mehr Lebensfreude – das war jetzt bei einer Veranstaltung des Integrierten Krebszentrums des Klinikums Osnabrück mit dem bekannten Schlagzeuger und Percussionisten Mario Argandoña möglich. In dem dreistündigen Workshop unter dem Motto „Drumming for Balance“, der kostenlos im Theater Osnabrück angeboten wurde, konnten sich die Teilnehmer von dem angesehenen Musiker auf gute Gedanken bringen lassen.

    Es ging darum, sich beim gemeinsamen Trommeln, Singen und Tanzen in eine optimistische Grundstimmung versetzen zu lassen, um damit das „Wohlbefinden im Hier und Jetzt“ zu steigern. Argandoña hat als Musiker bereits mit Bands wie BAP, Deep Purple und den Scorpions gespielt. Er bietet solche Workshops in Zusammenarbeit mit dem auch in Osnabrück beteiligten Prof. Dr. Josef Beuth von der Uni Köln als komplementärmedizinische Maßnahme an, die mentale und körperliche Kräfte stärken und so die Regeneration bei einer schweren Erkrankung unterstützen soll.

    Bei dem Workshop, der jetzt erstmals in Osnabrück angeboten wurde, waren über 70 Teilnehmer dabei. Nach Angaben von Sigrid Ahlhorn, Mitarbeiterin des Integrierten Krebszentrums des Klinikums Osnabrück, waren darunter viele Patienten und Patientinnen des Krankenhauses sowie Angehörige und darunter auch Kinder. Es sei für alle eine ebenso bewegte wie vergnügte Zeit gewesen. „Wir haben ganz viele positive Rückmeldungen bekommen“, sagte Ahlhorn. „Das Musizieren mit Argandoña hat allen sehr viel Spaß gemacht und damit genau den Zweck erfüllt, den es haben sollte: Im ‚Hier und Jetzt’ sein und die Erkrankung eine Zeit lang zu vergessen.“

    Prof. Dr. Josef Beuth, der an der Uni Köln das Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren leitet, hatte den Nachmittag mit einem kurzen Vortrag zum Nutzen von komplementärmedizinischen Maßnahmen eingeleitet. Danach ging es in den musikalischen Teil mit Argandoña über, der neben dem Einüben dreier Trommelrhythmen auch Sing- und Bewegungsspiele umfasste. Dabei ging es darum, den Teilnehmern durch den Rhythmus und die Bewegung zur Musik zu einer anderen Körperwahrnehmung zu verhelfen. „Das hat auch richtig gut funktioniert. Es haben alle begeistert mitgemacht“, freute sich Ahlhorn.

    Mit beteiligt waren auch Dr. Christoph Katz, Chefarzt des Brustkrebszentrums des Klinikums Osnabrück, und die von ihm geleitete Kreativtherapiegruppe für Patientinnen, in der ebenfalls getrommelt wird. Wie Ahlhorn erklärte, hatte ein Auftritt der Trommelgruppe bei einem vom Klinikum Osnabrück organisierten „Aktionstag gegen Krebs“, bei dem Beuth als Referent beteiligt war, zu dem Auftritt geführt. Beuth sei damals erfreut darüber gewesen, dass auch im Klinikum Osnabrück mit einer solchen Musiktherapie gearbeitet werde, so Ahlhorn, und habe dann im Gespräch mit der Psychoonkologin Priscah Habben angeboten, einen Trommel-Workshop mit Argandoña in Osnabrück zu organisieren.

    „Es war wirklich eine ganz tolle Sache – dass alles so zustande gekommen ist und dass es dann solch ein Erfolg war“, so Ahlhorn. Sicher ist, dass das Integrierte Krebszentrum des Klinikums Osnabrück auch künftig weitere Angebote mit Musik offerieren wird – und an einer Wiederholung des Trommelworkshops mit Argandoña und Beuth wird natürlich auch gefeilt.

    Foto: v.li.: Mario Argandona mit Psychoonkologin Rriscah Habben und Prof. Dr. Josef Beuth

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