• Führend bei Fuß- und Sprunggelenkchirurgie: Klinikum Osnabrück ist jetzt ZFSmax

    Osnabrück, 20.04.2017. Das Klinikum Osnabrück hat sich im Bereich der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie noch weiter spezialisiert. Als eine der bundesweit ersten Kliniken (nur drei in Norddeutschland) ist das Krankenhaus auf dem Finkenhügel nun als „Zentrum der Maximalversorgung für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie“ (ZFSmax) von der Deutschen Assoziation für Fuß und Sprunggelenk (D.A.F.) anerkannt worden.

    Für die Patienten bringt diese Auszeichnung mit sich, dass sich in dem hochkomplexen Fachgebiet die Behandlungsqualität noch weiter verbessert, indem nun alle Eingriffe entweder von speziell zertifizierten Operateuren ausgeführt oder von ihnen geleitet werden – und dass sie schneller an einen Termin bei den Ärzten und, falls nötig, auch im Operationssaal kommen. Das Klinikum Osnabrück gehört im Bereich der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie bundesweit zu den führenden Häusern, wobei der Behandlungsbereich in der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie angesiedelt ist.

    „Wir sind durch Kontakte von Prof. Dr. Martin Engelhardt, dem Chefarzt unserer Abteilung und Ärztlichen Direktor des Klinikums, zu weltweit führenden Fußchirurgen in der Schweiz zum Hospitieren gegangen und haben uns dort das modernste Know-how beibringen lassen“, erklärt Oberarzt Allaeldin Elbadawi. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, der in Münster Medizin studiert und vor seinem Wechsel ans Klinikum Osnabrück gemeinsam mit Engelhardt in Bielefeld gearbeitet hat, ist nun neben dem „Chef“ einer der beiden „Senior-Hauptoperateure“, die im ZFSmax die Behandlungen anleiten und für die Ausbildung von „Nachwuchs“-Spezialisten verantwortlich sind.

    Zurzeit durchlaufen mit den Assistenzärzten Philipp Steinke und Mathias von Glahn noch zwei weitere Mediziner den Prozess, bei dem sie in zwei Jahren acht Workshops samt einer Abschlussprüfung absolvieren. „Nachwuchsausbildung ist gerade in diesem Spezialgebiet ganz wichtig. Man kann wirklich sagen, dass die Fuß- und Sprunggelenkchirurgie bei uns in Deutschland in der Vergangenheit nicht gerade führend war – das war ja auch einer der Gründe, der uns bewogen hat, uns bei der weiteren Spezialisierung gerade auch darauf zu konzentrieren“, berichtet Elbadawi, der selber zu den Koryphäen auf diesem Fachgebiet gehört.

    Das Klinikum Osnabrück gehört zu den wenigen Krankenhäusern in Deutschland, in denen „komplexe Fußdeformitäten“ – also Erkrankungen wie Platt-, Knick-, Spreiz- oder Senkfüße, die auf Fehlbildungen zurückgehen können – überhaupt operiert werden. „Das sind sehr schwierige Eingriffe, für die wir uns speziell aufgestellt haben“, so Elbadawi. „Gleichermaßen ist die Fuß- und Sprunggelenkchirurgie natürlich auch bei der Sportmedizin sehr wichtig. Auch dabei haben wir mittlerweile einen Ruf, der dazu führt, dass wir von Leistungssportlern aus dem ganzen Bundesgebiet konsultiert werden.“.

    Wie er und die Assistenzärzte Philipp Steinke und Mathias von Glahn berichten, steckt eine zweijährige Vorbereitungszeit in der Anerkennung als ZFSmax. Das Klinikum Osnabrück habe sich zusammen mit 18 weiteren Krankenhäusern in Deutschland bereits in der Pilotphase an dem neu gestarteten Zertifizierungsprozess beteiligt. „Dadurch ist nun wie im Bereich der Endoprothetik, in dem wir ebenfalls ein Zentrum der Maximalversorgung sind, auch bei der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie genau festgelegt, das die Behandlung von Patienten stets so zügig und so optimal wie möglich abläuft“, verdeutlicht Steinke. „Und das umfasst vom ersten Termin in der Sprechstunde über die Qualifikation der Operateure bis zum Orthopädie-Schuhmachermeister alle Bereiche einer Behandlung.“

    11 Häuser haben es geschafft, als Maximalzentrum ausgezeichnet zu werden, am nächsten dran unter allen ausgezeichneten Basis- und Maximalzentren ist die Uniklinik Hannover. Für die Anerkennung sei die Fallzahl ein wichtiges Kriterium gewesen, berichten die Ärzte. „Wir haben im Jahr 2015, das wir dokumentiert haben, 410 Fälle ausgewiesen – tatsächlich waren es aber sogar noch mehr, die wir jedoch anders zugeordnet haben. Um als Maximalzentrum anerkannt zu werden, sind 200 Fälle die Mindestanzahl – dass die Fallzahl bei uns so viel höher liegt, ist natürlich auch ein Indiz für die Leistungsfähigkeit unserer Abteilung“, sagt Mathias von Glahn.

    Foto:
    Ärzte im Zentrum der Maximalversorgung für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie (v.li.): Mathias von Glahn, Allaeldin Elbadawi und Philipp Steinke